Iran-Krieg
Trump-Forderung nach internationalem Einsatz in Straße von Hormus stößt bei vielen Ländern auf Ablehnung

Die Forderung von US-Präsident Trump nach einem Einsatz der NATO-Staaten und anderer Länder zur Absicherung der Schiffahrt in der Straße von Hormus stößt international auf Ablehnung.

    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung, nimmt an der Regierungs-Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz teil.
    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung (Kay Nietfeld/dpa)
    In Berlin sagte Regierungssprecher Kornelius, die USA hätten ihre Bündnispartner vor diesem Krieg nicht zu Rate gezogen. Deshalb sei er auch nicht die Angelegenheit der NATO und Deutschlands. Ähnlich äußerte sich der britische Premier Starmer. Die Regierungen Spaniens, Japans und Australiens schlossen eine Beteiligung ihrer Armeen ebenfalls aus. Die NATO selbst reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher sagte lediglich, Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen. Trump hatte zuvor in der "Financial Times" mit einer "sehr schlechten Zukunft" für das Verteidigungsbündnis gedroht, sollte es die USA nicht beim Schutz der Straße von Hormus unterstützen.
    Die EU-Außenbeauftragte Kallas kündigte Beratungen über mögliche Optionen für einen europäischen Marineeinsatz an.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.