Interview
Trump: "Iran-Krieg bald zu Ende" - Ölpreis sinkt daraufhin deutlich

US-Präsident Trump geht nach eigener Darstellung von einer nicht mehr allzu langen Dauer des Kriegs gegen den Iran aus. Er sagte dem Sender CBS, der Iran habe keine Marine, keine Kommunikationssysteme und keine Luftwaffe mehr. Auch seien dessen Raketen fast vollständig zerstört und Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet worden.

    Trump im dunklen Jackett und mit blauer Krawatte spricht engagiert in ein Mikrofon.
    Hält den Irankrieg für so gut wie beendet: US-Präsident Donald Trump. (dpa / picture alliance / Sipa USA)
    Für ein Ende der Kämpfe bereits in dieser Woche sei es aber noch zu früh, erklärte Trump weiter. Man gehe entschlossener denn je voran, um die langjährige Gefahr ein für alle Mal zu beenden. Nach dem Beginn der gemeinsamen israelisch-amerikanischen Angriffe Ende Februar hatte Trump eine Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen in Aussicht gestellt.
    Kurz nach der jetzigen neuen Prognose Trumps sanken die Ölpreise deutlich. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent fiel auf rund 89 Dollar. In der Nacht zum Montag waren es noch fast 120 Dollar.

    Irans Regierung drängt auf Garantien im Fall eines Waffenstillstands

    Aus dem Iran kommen widersprüchliche Aussagen. In Teheran erwiderten die Revolutionsgarden, sie seien es, die das Ende des Krieges bestimmten. Der künftige Status der Region liege in den Händen der eigenen Streitkräfte. Auch Parlamentspräsident Kalibaf erklärte, eine Feuerpause werde gar nicht angestrebt.
    Das Außenministerium indes forderte für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien. Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden solle, müsse es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen den Iran nicht erneut wiederholt würden, zitierte die Zeitung "Shargh" Vizeaußenminister Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.