
Trump nannte Bedingungen für eine militärische Deeskalation um das Gasfeld. Der jetzige Verzicht gelte nur, wenn der Iran seinerseits von weiteren Attacken auf Flüssiggas-Anlagen Katars absehe. Ansonsten werde die US-Armee "South Pars" sprengen. Von israelischer Seite liegt noch keine Stellungnahme zu den Äußerungen des US-Präsidenten vor.
South Pars: Weitere Eskalation im Iran-Krieg
Bislang hatten die USA und Israel die iranische Energieproduktion nicht direkt attackiert, um Vergeltungsschläge zu vermeiden. Gestern hatte Israel dann aber iranische Anlagen des weltweit größten Gasfeldes angegriffen, das vom Iran und Katar gemeinsam ausgebeutet wird. Der Iran hatte daraufhin Industrieanlagen in Katar und anderen Golfstaaten beschossen. An den Märkten nahmen deshalb die Sorgen vor länger anhaltenden Problemen bei der globalen Energieversorgung zu. Die Ölpreise legen angesichts der zugespitzten Lage im Nahen Osten wieder deutlich zu. Zwischenzeitlich kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent mehr als 119 Dollar.
Iran reagiert verhalten
Irans Außenminister Araghtschi bezeichnete laut Staatsmedien die Angriffe der USA und Israels auf die Infrastruktur des Iran als einen Schritt, der darauf abziele, die Spannungen zu verschärfen und die Region zu destabilisieren. Aus der Meldung geht nicht hervor, ob Araghtschi konkret die jüngsten Angriffe auf das Gasfeld South Pars meinte.
Offenbar schwere Schäden der Flüssiggasanlagen in Katar
Katar meldet nach einem iranischen Raketenangriff schwere Schäden an seinen für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen. Im Industriegebiet Ras Laffan seien mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen worden, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Dies habe zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" geführt.
Das Innenministerium erklärte wenig später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und großen Schäden.
Kennzahlen zu South Pars
South Pars und das Nordfeld North Dome im Persischen Golf bilden zusammen die größte bekannte Gasreserve der Welt. Das 9.700 Quadratkilometer große, geologisch zusammenhängende Gasfeld wird vom Iran und auch von Katar ausgebeutet. Der Iran deckt damit rund 70 Prozent seines eigenen Energiebedarfs, daher wohl der Angriff auf dieses Gebiet. Katar exportiert sein Gas vor allem als Flüssiggas, das wichtig ist für die Gasversorgung weltweit.
Katar hat aktuell die Produktion eingestellt und infolgedessen fehlen dem Weltmarkt derzeit 20 Prozent des Angebots. Bereits im Juni 2025 hatte Israels Armee eine Erdgasverarbeitungsanlage, die mit Irans South-Pars-Gasfeld verbunden ist, angegriffen.
Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
