USA
"Trump-Kennedy Center" in Washington bekommt neuen Präsidenten

Das unter Druck der US-Regierung umstrukturierte Kennedy Center in Washington bekommt einen neuen Leiter. Präsident Trump benannte den bisherigen Chef des Gebäudemanagements der Kultureinrichtung, Matt Floca.

    US-Präsident Donald Trump steht mit erhobenen Armen zwischen zwei Kronleuchtern in einer Loge des Kennedy Center in Washington.
    Selbst ernannter Chef des Kennedy Center in Washington: Donald Trump will das Programm dieser bedeutenden Kulturinstitution bestimmen. (picture alliance / AP)
    Floca soll damit Richard Grenell ablösen, der früher Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland gewesen ist. Grenell habe während der Übergangsphase hervorragende Arbeit bei der Koordination verschiedener Bereiche des Zentrums geleistet, führte Trump aus.

    Trump: Kennedy Center ist links und "woke"

    Trump hatte das Kennedy Center nach seinem Amtsantritt im Januar vergangenen Jahres als linksgerichtet und "woke" bezeichnet. Im Dezember benannte er die Einrichtung in "Trump Kennedy Center" um. Er setzte Grenell als Präsidenten ein, besetzte das Direktorium neu und ließ sich zu dessen Vorsitzenden wählen. Vor Kurzem wurde das Center für eine Dauer von zwei Jahren geschlossen. Es soll ab dem 4. Juli renoviert werden. 

    Kennedy Center galt bisher als über den Parteien stehend

    Das 1971 eröffnete Zentrum für darstellende Kunst war nach dem 1963 ermordeten Demokraten John F. Kennedy benannt worden, der mit seiner Frau zu Lebzeiten Geld für den Bau gesammelt hatte. Es galt bisher als über den Parteien stehend und zählte rund zwei Millionen Besucher jährlich. In den vergangenen Jahren bot es ein breites Spektrum an Opern, Konzerten, Theater- und Tanzaufführungen sowie Ausstellungen.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.