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Kennedy Center
Trump-Loyalist Grenell soll Kultur-Institution umbauen

US-Präsident Trump hat den früheren Botschafter in Deutschland, Grenell, zum Leiter des Washingtoner "Kennedy Center" ernannt.

    Grenell steht in einem  Raum und hält die rechte Hand ans Herz. Dahinter zwei weitere Männer, einer davon in Uniform. Er salutiert.
    Richard Allen Grenell war während Donald Trumps erster Amtszeit Botschafter in Deutschland. (picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Zuvor hatte Trump angekündigt, die größte Kulturinstitution der US-Hauptstadt unter seine Kontrolle zu bringen, um "antiamerikanische Propaganda" zu unterbinden. Grenell ist in der aktuellen Administration ein "Gesandter für Sondermissionen". Nun soll er als "Interims-Exekutivdirektor des Kennedy Center" fungieren, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Willkommen im Showgeschäft!", schrieb Trump.

    "Uns gefiel nicht, was dort gezeigt wurde"

    Trump hatte am Wochenende überraschend einen Umbau des Kuratoriums angekündigt. Der Republikaner kritisierte unter anderem, dass das Kennedy Center im vergangenen Jahr auch Drag-Shows gezeigt habe, die auf ein junges Publikum abgezielt hätten. Damit sei Schluss. "Uns gefiel nicht, was dort gezeigt wurde", sagte Trump im Weißen Haus. Künftig solle es "keine Drag-Shows oder andere anti-amerikanische Propaganda mehr geben."
    Das Kennedy Center in Washington ist auch auf nationaler Ebene eine kulturelle Institution. Es beherbergt unter anderem das Nationale Symphonie-Orchester und die Washingtoner National-Oper. In dem prunkvollen Bau am Potomac-Fluss werden traditionell alle möglichen Genres von Theater, Tanz und Musik dargeboten: von klassischer Musik, Oper und Ballett bis hin zu Jazz, Hip-Hop, elektronischer Musik und modernem Tanz.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.