Erstmals seit 1979
Trump plant direkte Gespräche mit Taiwan

US-Präsident Trump plant direkte Gespräche mit Taiwans Präsidenten Lai.

    Eine Frau hält zwei taiwanesische Flaggen
    Taiwan wird von Peking nicht anerkannt (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)
    Er wolle am, wie er sagte, Taiwan-Problem arbeiten, erklärte Trump vor Journalisten. China betrachtet die Insel als Teil seines Staatsgebiets und strebt eine Vereinigung mit dem Festland an und schließt dabei auch militärische Mittel nicht aus. Die USA erkennen Taiwan zwar nicht offiziell als Staat an, sind aber der wichtigste militärische Unterstützer.
    Trumps Äußerungen folgen auf ​seinen China-Besuch in der vergangenen Woche. Dort hatte Staatschef Xi den US-Präsidenten vor einem möglichen Konflikt beider Staaten in der Taiwan-Frage gewarnt. Nach dem Treffen erklärte Trump, er habe noch ‌nicht entschieden, ob er an einem geplanten Rüstungsgeschäft mit Taiwan festhalten werde. Taiwan drängte indes auf weitere Waffenlieferungen.
    Seit 1979 haben Präsidenten der USA und Taiwans nicht mehr direkt miteinander gesprochen. Damals hatte Washington die diplomatische ⁠Anerkennung von Taipeh auf Peking ⁠übertragen.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.