Medienberichte
Trump-Regierung plant Entsendung von 1.500 Soldaten nach Minneapolis - Ermittlungen gegen Demonstranten nach Protestaktion in Gottesdienst

In den USA hat die Trump-Regierung offenbar 1.500 Soldaten angewiesen, sich auf einen Einsatz im Bundesstaat Minnesota vorzubereiten.

    Polizeibeamte stehen auf einer Staße in Minneapolis. Sie tragen Schlagstöcke. Es ist dunkel und schneit.
    Laut einiger Medien sollen noch 1.500 Polizeibeamte nach Minneapolis kommen. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Daniel Powell)
    Das berichten mehrere Medien. Vergangene Woche hatte Trump zunächst erklärt, er wolle das Aufstandsgesetz anwenden wegen der Proteste, vor allem in der Stadt Minneapolis. Es befugt den Präsidenten, das Militär im Inland einzusetzen, um - Zitat - "bewaffnete Rebellionen" oder "innere Gewalt" zu bekämpfen. Einen Tag später erklärte Trump, es bestünde doch keine Notwendigkeit für die Anwendung des Gesetzes. In Minneapolis befinden sich bereits 3.000 Bundesbeamte, vor allem der Einwanderungsbehörde ICE. Dagegen gibt es Proteste. Bürgermeister Frey spricht von einer "Besatzungsmacht". 
    Das Justizministerium leitete Ermittlungen gegen Demonstranten ein. Sie hatten einen Gottesdienst gestört, in der ein ICE-Beamter als Pastor tätig sein soll. Aufnahmen zeigen, wie Menschen "ICE raus" und "Gerechtigkeit für Renée Good" skandieren. Good ist die 37-jährige Mutter dreier Kinder, die Anfang Januar von einem ICE-Beamten erschossen wurde.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.