Wirtschaft
Trump verhängt neue Zölle gegen 60 Länder

US-Präsident Trump hat neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern verhängt. Die Aufschläge von 10 bis 12,5 Prozent treten um sechs Uhr deutscher Zeit in Kraft. Sie schließen nahtlos an bislang bestehende Zölle an, die heute auslaufen. Offiziell begründet wurden sie damit, dass die betreffenden Länder nur unzureichend gegen Zwangsarbeit vorgehen.

    Donald Trump hat einen Telefon-Hörer in der Hand und spricht.
    Präsident Donald Trump liefert eine neue Begründung für die Importzölle. (imago images / ZUMA Press / Shealah Craighead, via www.imago-images.de)
    Dass Trump eine neue Zoll-Begründung liefert, war erwartet worden. So kann die Regierung das gleiche Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 heranziehen, um auf Basis eines anderen Paragrafen neue Zölle zu verhängen. Das Gesetz erlaubt die Erhebung einer Abgabe nur für maximal 150 Tage. Danach müsste das US-Parlament zustimmen.
    Für die Europäische Union greift nach Angaben aus dem Weißen Haus künftig ein allgemeiner Satz von 10 Prozent. Gleiches gilt etwa für Großbritannien oder Kanada. Gegen Länder wie China oder Japan verhängen die USA dagegen den höheren Satz von 12,5 Prozent. Für Produkte etwa aus Stahl und Aluminium gelten weiter höhere sektorspezifische Zölle.
    Die Regierung Brasiliens kritisierte die neuen Abgaben als völlig willkürlich und unbegründet. Ein Vertreter der australischen Regierung erklärte, die neue Regelung ergebe keinen Sinn.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.