
Trump war gestern vor einem Gericht in Manhattan erschienen, wo ihm Details der Anklage verlesen wurden. Darin wird ihm Fälschung von Geschäftsunterlagen in 34 zur Last gtelegt. Der zuständige Staatsanwaltschaft Bragg erklärte, Trump habe mit Hilfe der Fälschungen ihn kompromittierende Informationen und rechtswidrige Aktivitäten vor den Wählern verbergen wollen. Der Ex-Präsident wies alle Anklagepunkte zurück und plädierte auf "nicht schuldig".
Anschließend durfte er das Gebäude ohne Auflagen wieder verlassen; er muss erst Anfang Dezember wieder vor Gericht erscheinen. Der eigentliche Prozess könnte nach Angaben des Richters dann im Januar kommenden Jahres beginnen. Erstmals öffentlich nach dem Gerichtstermin äußerte sich Trump dann erst wieder nach seiner Rückkehr in Florida.
"Verbergen und verschleiern"
Es ist das erste Mal in der Geschichte der USA, dass sich ein Ex-Präsident einem Strafverfahren stellen muss. Hintergrund ist eine Schweigegeldzahlung Trumps an eine Pornodarstellerin vor der Präsidentenwahl 2016, die er zur Verschleierung nicht ordnungsgemäß verbucht haben soll. Die Zahlung als solche ist indes nicht juristisch zu beanstanden. Der Ex-Präsident und seine republikanische Partei weisen die Ermittlungen als politisch motivierte Hexenjagd zurück. Trump will bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr erneut antreten.
Unmittelbar vor der Verlesung der Anklagepunkte war Trump in dem Justizgebäude im Stadtteil Manhattan von der Staatsanwaltschaft vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, um erkennungsdienstlich behandelt zu werden. In der Nähe hatten sich schon vor seiner Ankunft lautstark Anhänger sowie Gegner versammelt. Sie wurden von der Polizei durch Absperrungen voneinander ferngehalten. Der New Yorker Bürgermeister Adams hatte gestern vor Ausschreitungen gewarnt und mit Festnahmen gedroht.
Diese Nachricht wurde am 05.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
