
Im Tagesspiegel nannte Oeverdieck drei Optionen: ein Rücktritt, eine Abwahl oder Rauch bleibe Präsidentin. Dass mittlerweile der Regierende Bürgermeister Wegner einen Rücktritt fordere, habe eine besondere Bedeutung, die die Gremien berücksichtigen werden dürfte. Wegner hält einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge einen Rücktritt der TU-Präsidentin im Zusammenhang mit Antisemitismus-Vorwürfen für unausweichlich. Auch seine Partei, die Berliner CDU, fordert das mittlerweile.
Beratungen am Mittwoch
Rauch hatte Beiträge auf X mit "Gefällt mir" markiert, in denen unter anderem der Krieg in Gaza als Völkermord bezeichnet wird. Ebenfalls markiert hatte sie ein Foto, auf dem der israelische Ministerpräsident Netanjahu mit einem Hakenkreuz auf der Brust zu sehen ist. Rauch erklärte, sie habe primär auf den Text geachtet und das dazu gehörige Bild nicht genauer betrachtet. Über die Konsequenzen berät der sogenannte Akademische Senat am Mittwoch.
Wie der Tagesspiegel berichtet, prüft zusätzlich das Kanzleramt, ob Rauch im renommierten Zukunftsrat von Kanzler Scholz bleiben kann. Der Zukunftsrat soll für die Bundesregierung "technologie- und innovationspolitische Beratung" leisten, Rauch war im Jahr 2022 von Scholz in das Gremium berufen worden.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.