Kritik
Türkische Gemeinde verärgert über Merz-Äußerung zu Gewaltkriminalität

Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert Äußerungen von Bundeskanzler Merz, in denen er einen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und steigender Gewaltkriminalität hergestellt hatte.

    Bundeskanzler Merz im Porträt.
    Bundeskanzler Merz hat die Türkische Gemeinde mit seinen Äußerungen verärgert. (picture alliance / photothek.de / Florian Gaertner)
    Mit seinen Einlassungen habe Merz bewiesen, dass es ihm nicht um den Schutz von Frauen gehe, sondern um politische Instrumentalisierung, sagte die Bundesvorsitzende Caglar der Deutschen Presse-Agentur. Wer Gewalt nur dann thematisiere, wenn er sie Migranten zuschreiben könne, lasse Frauen im Stich, die Schutz vor patriarchaler Gewalt brauchten - egal, woher der Täter komme. 
    Der Kanzler hatte in der Regierungsbefragung im Bundestag gesagt, es gebe eine explodierende Gewalt in der Gesellschaft, und zwar im analogen wie im digitalen Raum. Dabei müsse man auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer komme.
    Die Türkische Gemeinde in Deutschland ist ein Dachverband, der die Interessen von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund vertritt.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.