
Das Gericht in der Provinz Adiyaman befand, beide Angeklagte hätten grob fahrlässig gehandelt und verhängte jeweils 18 Jahre und fünf Monate Gefängnis. Vier weitere Beschuldigte erhielten Haftstrafen zwischen acht und 17 Jahren. In dem Hotel waren 72 Menschen während des Erdbebens zu Tode gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das ursprünglich als Wohnhaus errichtete Gebäude illegal in ein Hotel umgewandelt und um eine Etage aufgestockt worden.
Insgesamt zerstörten die Erdstöße in der Türkei damals rund 200.000 Gebäude. Kritik war auch laut geworden an den Behörden. Sie hätten Baumängel geduldet und trügen eine Mitverantwortung für die Schäden.
Diese Nachricht wurde am 26.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.