
Die Schriftstellerin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin war am Freitag gemeinsam mit dutzenden Oppositionellen und Kritikern des tunesischen Präsidenten Saied verurteilt worden. Die Haftstrafen reichten von fünf bis 45 Jahren. Issa wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach von einem politischen Prozess. Amnesty International forderte, die Urteile müssten aufgehoben werden.
Am Donnerstag hatte sich das EU-Parlament in einer Resolution zutiefst besorgt über den Rückgang der Rechtsstaatlichkeit in Tunesien gezeigt. Die Behörden in dem nordafrikanischen Land wurden aufgefordert, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ebenso zu wahren und zu schützen wie die Unabhängigkeit der Justiz. Präsident Saied wies dies als Einmischung in die Angelegenheiten Tunesiens zurück.
Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
