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Fußball-Bundesliga
TV-Gelder aus Russland: Mehrere Vereine für Ende der Spendenpraxis

Acht von 36 Klubs der Deutschen Fußball-Liga (DFL) haben sich dem WDR-Magazin "Sport inside" zufolge dafür ausgesprochen, TV-Gelder aus Russland künftig nicht mehr zu spenden. Wie nun bekannt wurde, sprachen sich die acht Vereine bei einer Abstimmung im März demnach dafür aus, das Geld wieder als Einnahmen zu verbuchen.

    Ein Kamermann filmt die Präsentationssäule für den Spielball auf der das Logo der DFL (Deutsche Fußball Liga) aufgebracht ist.
    Die Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden weiter in Russland übertragen. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
    Zwei Klubs enthielten sich. Welche Vereine wie abgestimmt haben, ist laut "Sport inside" nicht bekannt. Das Votum ist für das Präsidium der DFL nicht bindend. Die DFL, die die Bundesliga und die 2. Bundesliga organisiert, entschied sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dafür, dass der russische Sender "Match TV" weiter übertragen darf. Das sollte laut DFL die Übermittlung von Friedensbotschaften aus den deutschen Stadien sicherstellen. Der Sender gehört zur "Gazprom Media Holding", deren Direktor Alexej Miller ist, ein enger Vertrauter des russischen Präsidenten Putin. Zum aktuellen Stand der Geschäftsbeziehungen äußerte sich die DFL laut "Sport inside" nicht. Die Premier League in England und die Ligue 1 in Frankreich hatten ihren russischen Medienpartnern die Rechte entzogen.
    Dem Bericht zufolge hat die DFL aus den Einnahmen des Verkaufs der Übertragungsrechte nach Russland bislang mindestens vier Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas, Aktion Deutschland Hilft und SOS-Kinderdörfer für die Ukraine-Hilfe dieser Organisationen gespendet. Hinzu kamen Spenden für die Türkei-Hilfe nach der dortigen Erdbebenkatastrophe.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.