Sachsen-Anhalt
Über 450 Entschädigungsanträge nach Anschlag in Magdeburg

Ein Jahr nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt sind beim Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt inzwischen mehr als 450 Entschädigungsanträge gestellt worden.

    Städtische Mitarbeiter reinigen den Ort auf dem Weihnachtsmarkt, an dem die Amokfahrt stattfand.
    Nach der Amokfahrt in Magdeburg sind nun mehr als 450 Entschädigungsanträge gestellt worden (Archivbild). (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Michael Probst)
    Das Sozialministerium des Landes teilte mit, es gebe bereits in 56 Fällen eine monatliche Entschädigungszahlung von rund 400 Euro sowie in einem Fall von fast 700 Euro. Nach dem Sozialen Entschädigungsrecht haben Opfer und Hinterbliebene bei Gewalttaten Anspruch auf entsprechende Leistungen.
    Vor dem Magdeburger Landgericht läuft derzeit der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Er soll am 20. Dezember 2024 absichtlich mit einem Mietwagen in die Menschenmenge gefahren sein. Bei dem Anschlag wurden sechs Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt. In Magdeburg sind für morgen mehrere Gedenkveranstaltungen geplant, zu denen auch Bundeskanzler Merz erwartet wird.
    Diese Nachricht wurde am 19.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.