Unwetter im Südwesten
Überflutungen nach anhaltendem Dauerregen im Saarland und in Rheinland-Pfalz

Dauerregen hat im Südwesten Deutschlands Überflutungen und zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor allem in den Gebieten westlich des Rheins weiter vor ergiebigem Dauerregen.

18.05.2024
    In Saarbrücken steht nach starken Regenfällen die Fischbachstraße unter Wasser. Feuerwehr und Polizei haben Absperrungen errichtett.
    In Saarbrücken sind nach schweren Regenfällen Straßen überschwemmt. Häuser werden evakuiert. (picture alliance / dpa / Harald Tittel)
    Besonders stark betroffen ist das Saarland. In zahlreichen Kommunen mussten Einwohner wegen steigender Pegelstände der Saar und ihrer Nebenflüsse in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Dämme brachen, örtlich kam es zu Erdrutschen. Die Altstadt von Ottweiler steht nach Behördenangaben komplett unter Wasser. Die Landeshauptstadt Saarbrücken rief eine "Großschadenslage" aus. Mehrere Gebäude seien evakuiert worden. Aufgrund des Hochwassers musste zudem die Stadtautobahn A 620 gesperrt werden.
    Der saarländische Innenminister Jost erklärte, die Lage sei sehr angespannt. Über tausend Rettungskräfte seien im Einsatz. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden.

    Land macht Weg für Finanzhilfen frei

    Ministerpräsidentin Rehlinger erklärte in der Nacht, der saarländische Ministerrat habe inzwischen ein sogenanntes "Elementarereignis von überörtlicher Bedeutung" festgestellt. Dies sei Voraussetzung, damit rasch finanzielle Hilfen an die Kommunen und Menschen fließen könnten. Bundeskanzler Scholz will sich heute im Saarland gemeinsam mit Rehlinger ein Bild von der Lage machen. Das teilte ein Sprecher der Landesregierung mit.

    Auch Teile von Rheinland-Pfalz betroffen

    Auch in Rheinland-Pfalz meldeten Polizei und Feuerwehr überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume. Betroffen waren unter anderem die Südpfalz sowie die Städte Trier, Zweibrücken und Ludwigshafen. Im Kreis Trier-Saarburg mussten wegen Überflutungsgefahr rund 220 Menschen in Schoden an der Saar vorsorglich ihre Häuser verlassen. In Rheinland-Pfalz gingen die Pegelstände inzwischen aber teils wieder zurück.
    Der Deutsche Wetterdienst hob am frühen Morgen alle bestehenden Warnungen vor teils extrem ergiebigem Dauerregen auf. Für Teile Baden-Württembergs und die Vorderpfalz wird aber weiterhin vor ergiebigem Dauerregen gewarnt.

    "Massive Ausfälle im Zugverkehr"

    Die Deutsche Bahn erklärte, in beiden Bundesländern komme es zu massiven Ausfällen im Zugverkehr, und aufgrund der Wetterverhältnisse könne auch kein Ersatzverkehr eingerichtet werden.
    Sie können hier einen Dlf-Bericht zu den Überflutungen hören.
    Diese Nachricht wurde am 18.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.