
Die Waffenruhe sieht nach offiziellen Angaben den Abzug der kurdischen Kämpfer in das Gebiet östlich des Euphrats vor. Zudem sollen überprüfte SDF-Einheiten in staatliche Sicherheitskräfte eingegliedert werden. Zwei bisher von den Kurden verwaltete Provinzen gehen demnach ebenso an die Zentralgewalt wie Grenzübergänge und die Gas- und Ölfelder der Region. Al-Scharaa kündigte an, mit dem Anführer der Miliz, Abdi, am Montag alle noch offenen Fragen zu klären.
Bei seinem zweitägigen Besuch in Deutschland sollte Al-Scharaa von Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier empfangen werden. Zudem waren Gespräche mit der deutschen Wirtschaft geplant. Merz hatte al-Scharaa bereits im November nach Deutschland eingeladen. Kurdische und alawitische Gemeinden in Deutschland, die der syrischen Regierung gewaltsame Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten vorwerfen, hatten mehrere Demonstrationen gegen den Besuch geplant.
Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
