Syrien
Übergangspräsident al-Scharaa kommt vorerst nicht nach Deutschland

Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa hat seinen für heute geplanten Deutschlandbesuch kurzfristig verschoben.

    Ahmad Al-Scharaa steht neben der Flagge Syriens
    Ahmed Al-Scharaa, Übergangspräsident von Syrien (imago / AA / Florian Gaertner)
    Ein Sprecher der Bundesregierung verwies auf die innenpolitische Situation in Syrien. Dort haben sich die Regierung und kurdische SDF-Milizen nach tagelangen Kämpfen auf eine sofortige Waffenruhe verständigt. Diese sieht nach offiziellen Angaben den Abzug der kurdischen Kämpfer in das Gebiet östlich des Euphrats vor. Al-Scharaa kündigte an, in einem Gespräch mit dem Anführer der Miliz, Abdi, alle noch offenen Fragen heute klären zu wollen.
    Bei seinem zweitägigen Besuch in Deutschland sollte Al-Scharaa von Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier empfangen werden. Zudem waren Gespräche mit der deutschen Wirtschaft geplant.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.