Syrien
Übergangsregierung kündigt "begrenzte Militäroperation" in Aleppo an

In Syrien hat die Übergangsregierung eine zeitlich begrenzte Militäroperation in der Großstadt Aleppo angekündigt.

    Bewohner fliehen aus Aleppo, sie tragen Säcke und Taschen teils auf den Köpfen.
    Nach erneuten Zusammenstößen zwischen kurdischen Kräften und Regierungstruppen in der nordsyrischen Stadt Aleppo hat die Übergangsregierung dort eine "begrenzte Militäroperation" angekündigt. (Omar Albam/AP/dpa)
    Ziel sei es, die Sicherheit wiederherzustellen und Zivilisten zu schützen, hieß es in einer Erklärung. Es gehe um die gezielte Bekämpfung von bewaffneten Gruppen. Die islamistische Führung Syriens wirft dem kurdischen Militärbündnis SDF vor, in Aleppo Wohngebiete, Verkehrsstraßen und Sicherheitskräfte anzugreifen.
    Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Artilleriebeschuss durch die syrische Armee. Über Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt. Die Streitkräfte hatten zuvor die kurdischen Stadtviertel zum militärischen Sperrgebiet erklärt.
    Seit dem Sturz von Machthaber Assad im Dezember 2024 wird das nordsyrische Aleppo von der neuen islamistischen Übergangsregierung kontrolliert. Zwei Stadtviertel stehen allerdings noch unter der Kontrolle kurdischer Einheiten. Bereits in den vergangenen Tagen war es in Aleppo zu Gefechten gekommen.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.