
Sie signalisierte bereits, dass sie die Wettbewerbsbedenken durchaus ernst nimmt. Mit der Aussetzung der Übernahme sind die Forderungen nach einer einstweiligen Verfügung vorerst hinfällig. Die separaten Klagen der demokratisch regierten Bundesstaaten und der Drehbuchautoren wurden inzwischen in einem Verfahren zusammengeführt.
Für Paramount könnte der Aufschub teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Als Frist wurde Anfang Juni kommenden Jahres gesetzt. Für den Fall, dass das Geschäft im Umfang von 111 Milliarden Dollar platzen sollte, sagte Paramount Warner eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar zu.
Der Rechtsstreit hat auch deshalb Relevanz, weil Kritiker der Regierung von US-Präsident Donald Trump befürchten, dass der zu Warner Brothers gehörende Nachrichtensender CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
