Drohnenangriffe
Ukraine beschießt Ölterminal in St. Petersburg - kurz vor Beginn des dortigen Wirtschaftsforums

Kurz vor der Eröffnung des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg hat die Ukraine in der russischen Metropole Ziele der Energie- und Militärinfrastruktur beschossen. Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte, unter anderem sei das Ölterminal in St. Petersburg mit Drohnen angegriffen worden. Auch eine Militäreinrichtung in Kronstadt ⁠auf einer Insel in ⁠der Nähe der russischen Metropole sei ins Visier genommen worden.

    Über dem Hafen von St. Petersburg, Russland, steigt nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine schwarze Rauchwolke auf.
    Die Ukraine attackiert die russische Stadt St. Petersburg. (picture alliance/AP Photo/undefined/Uncredited)
    Am Stadtrand waren dichte graue Rauchwolken zu sehen. Die örtlichen Behörden teilten mit, in mehreren Bezirken seien Menschen verletzt worden und Schäden entstanden. Die Ukraine wehrt sich seit vier Jahren gegen einen Angriffskrieg Russlands. Im Zuge seiner Verteidigungstrategie greift die Ukraine immer wieder auch Ziele in Russland an. Oft richten sich die Angriffe gegen Energie- und Industrieanlagen.
    Der russische Präsident Putin hat zu dem Treffen zahlreiche internationale Gäste in seine Heimatstadt eingeladen. Es sollen ausländische Investoren angelockt werden, die die durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogene russische Wirtschaft wieder in Schwung bringen.
    Nach russischen Angaben wurden durch einen ukrainischen Angriff auf einen Bus in der annektierten Region Donezk heute mindestens sieben Menschen getötet. Russland hatte seinerseits die Ukraine gestern massiv angegriffen, dabei gab es nach ukrainischen Angaben 22 Tote. Heute Vormittag traf NATO-Generalsekretär Rutte zu einem unangekündigten Besuch in Kiew ein.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.