Verdächtiges Getreideschiff
Ukraine bestellt israelischen Botschafter ein

Eine russische Getreidelieferung belastet die Beziehungen zwischen der Ukraine und Israel.

    Getreidefrachter verlässt Odessa.
    Ein Getreidefrachter verlässt Odessa (Archivbild). (imago-images / Ukrinform / Nina Lyashonok)
    Das Außenministerium in Kiew hat den israelischen Botschafter einbestellt. Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. Trotz ukrainischer Warnungen sei bereits ein zweites Schiff mit - wie es heißt - "gestohlenen Waren" im israelischen Hafen Haifa eingetroffen, schrieb Außenminister Sybiha auf der Plattform X. Er warnte Israel, dieses Getreide anzunehmen und damit den gegenseitigen Beziehungen zu schaden. Israels Außenminister Saar erwiderte, die ukrainischen Vorwürfe seien noch keine Beweise. Die Angelegenheit werde jedoch von israelischen Behörden überprüft.
    Fast ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets ist unter Kontrolle Moskaus. Die Ukraine betrachtet den Handel mit Gütern aus den besetzten Gebieten als illegal.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.