
Der 39-jährige Vorsitzende der Vaterlandspartei von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko war einer der Anführer der Protestbewegung vom Maidan. Er ist Jurist und Ökonom, war bereits Wirtschafts- und Außenminister sowie Zentralbankpräsident und arbeitete in der Welthandelsorganisation (WTO).
Dem Interimskabinett soll auch Dmitri Bulatow als Sportminister angehören, Andrej Parubij, der Kommandant des Protestlagers auf dem Maidan, ist als Chef des Sicherheitsrates vorgesehen. Als Finanzminister wurde Alexander Schlapak und als Außenminister Andrej Deschtschiza vorgeschlagen.
Neue Regierung muss unpopuläre Entscheidungen treffen
Die Nominierungen wurden am Mittwochabend vor zehntausenden Menschen auf dem Maidan-Platz verkündet. Julia Timoschenko und Vitali Klitschko gehören nicht zur Übergangsregierung. Klitschko hat bereits angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl am 25. Mai anzutreten. Timoschenko lässt dies bislang offen.
"Dies ist eine Regierung, die dazu verdammt ist, nur drei bis vier Monate zu arbeiten", sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow, "weil sie unpopuläre Entscheidungen treffen müssen". Das neue Kabinett müsse den Staatsbankrott abwenden, Vertrauen bei Geldgebern und Investoren schaffen und den Bürgern der Ukraine ein normales Leben garantieren.


