Orthodoxes Christentum
Ukraine plant neue Gedenkstätte auf Gelände des Kiewer Höhlenklosters

Die ukrainische Regierung plant auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters ein Staatsdenkmal. Mit dem Denkmal sollen Menschen geehrt werden, die sich zum Beispiel für die Unabhängigkeit der Ukraine eingesetzt haben.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor dem zerstörten Dachstuhl der Entschlafungs-Kathedrale. Man sieht, dass die Dachkonstruktion verbogen ist.
    Die Ukraine plant eine neue Gedenkstätte auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters. (picture alliance / SvenSimon / Presidential Office of Ukraine)
    Das sorgt auch für Kritik. Zwischen den Behörden und der ukrainischen Orthodoxen Kirche gibt es schon lange Streit. Die Kirche wirft dem Staat vor, sich immer mehr einzumischen.
    Sie kritisiert zum Beispiel, dass der Staat religiöse Gegenstände im Höhlenkloster als Kulturgüter eingestuft hat. Aus Sicht der Kirche würde durch das geplante Staatsdenkmal die religiöse Bedeutung des Klosters in den Hintergrund gedrängt. Das Höhlenkloster in Kiew gilt als eines der wichtigsten Zentren des orthodoxen Christentums in Osteuropa. Vor einem Monat wurde es bei russischen Angriffen beschädigt. Es soll wieder aufgebaut werden.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.