Olympia
Ukraine verurteilt IOC-Entscheidung zu russischen Athleten - Moskau begrüßt Votum

Die Ukraine hat die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, Beschränkungen gegen russische Sportler aufzuheben, verurteilt.

    Das IOC-Hauptquartier in Lausanne mit den olympischen Ringen davor.
    IOC: Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen - ohne Flagge (IMAGO / AOP.Press / IMAGO / ©Manuel Blondeau / AOP.Press)
    Dies sei ein "beunruhigendes Signal für die gesamte internationale Gemeinschaft", teilte das Außenministerium in Kiew mit. Es forderte die internationalen Sportverbände auf, eine Teilnahme russischer Athleten weiterhin einzuschränken. Die russische Regierung begrüßte hingegen die Entscheidung. Laut IOC ist eine Teilnahme russischer Sportler an Wettkämpfen an Bedingungen geknüpft, wie etwa Dopingtests. Flagge und Hymne bleiben vorerst ausgeschlossen.
    Russland war in den vergangenen Jahren aufgrund staatlich organisierten Dopings bereits mehrfach der Start unter eigener Flagge verwehrt worden. Zudem wurden russischen Sportlern zahlreiche olympische Medaillen aberkannt. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 empfahl das IOC dann den Ausschluss russischer und belarussischer Sportler. Später wurden sie schrittweise unter neutraler Flagge und strengen Auflagen wieder zugelassen, allerdings nicht in Mannschaftswettbewerben.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.