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Judo-WM in Katar
Ukraine zieht nach Zulassung von Russland und Belarus Team zurück

Die Ukraine zieht ihre Mannschaft von der Judo-WM zurück. Hintergrund ist die Zulassung russischer und belarussischer Sportler an dem Wettbewerb. Die Judo-WM findet vom 7. bis 14. Mai in Katar statt.

    Bilodid trägt einen weißen Judoanzug mit der ukrainischen Flagge auf der rechten Brust. Sie trägt einen schwarzen Judogürtel.
    Die ukrainische Judoka Daria Bilodid beim Paris Grand Slam im Februar 2023. (AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)
    In einer Erklärung teilte der ukrainische Judoverband mit, dass die Mehrheit der russischen Athleten der Armee angehöre. Einer Armee, "die immer noch einen brutalen Krieg in vollem Umfang auf unserem Territorium führt".
    Der Weltverband IJF hatte Teilnehmern aus Russland und Belarus gestern grünes Licht für den Start bei der WM gegeben, unter der Bedingung, dass sie als neutrale Einzelsportler antreten. Diesen Punkt kritisierte die Ukraine scharf. Man sehe hier eine Entscheidung, die den jüngsten Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees wiederspreche. Demnach seien nur jene Athleten neutral, die nicht zum Militär gehörten.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.