Olympia
Ukraine zieht wegen Wiederzulassung Russlands vor Sportgericht

Die Ukraine will vor dem Internationalen Sportgerichtshof gegen die vorläufige Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) vorgehen. Das kündigte der ukrainische Sportminister Bidny im Online-Netzwerk Linkedin an.

    Blick auf das Eingangstor des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne. Auf einem Schild steht "TAS Tribunal Arbitral du Sport" und darunter "CAS Court of Arbitration for Sport".
    Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne (picture alliance / dpa - Dominic Favre)
    Das Nationale Olympische Komitee Russlands war im Herbst 2023 suspendiert worden, nachdem es Sportorganisationen in von Russland für annektiert erklärten Gebieten der Ukraine aufgenommen hatte.
    Vor wenigen Wochen hatte das IOC entschieden, Sanktionen gegen russische Sportlerinnen und Sportler auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles weitgehend aufzuheben. Zur Begründung hieß es, das russische Komitee habe bestätigt, dass es in den für annektiert erklärten Gebieten in der Ukraine keinerlei Aktivitäten ausführe und ausführen werde. Das IOC werde dies genau überwachen.

    Bidny hält IOC-Entscheidung für voreilig

    Der ukrainische Sportminister nannte die IOC-Entscheidung voreilig. Bidny warf Russland vor, ukrainische Sportorganisationen in seine eigene Struktur integriert zu haben. Zwar habe Russland die Struktur seines Olympia-Komitees verändert, die Ansprüche auf ukrainisches Territorium aber nicht aufgegeben, betonte Bidny.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.