Solderhöhung
Ukrainische Infanteristen sollen "bestbezahlte Militärspezialisten der Welt" werden

Das Verteidigungsministerium in Kiew hat präzisiert, wie die Ukraine inmitten des russischen Angriffskriegs mehr Soldaten gewinnen will.

    Das Bild zeigt drei ukrainische Soldaten, die eine Feldhaubitze laden.
    Ukrainische Soldaten an der Front (Archivbild) (Efrem Lukatsky/AP/dpa)
    Wie das Ministerium in einem Video mitteilte, sollen ukrainische Infanteristen durch Solderhöhungen zu den - Zitat - bestbezahlten Militärspezialisten der Welt werden. Fußsoldaten bekommen demnach künftig rund 5.800 Euro pro Monat. Der Höchstsatz für Fronteinsätze soll auf fast 8.900 Euro angehoben werden. Der durchschnittliche Bruttolohn in der Ukraine liegt bei etwa 700 Euro.
    Außerdem soll der Militärdienst durch befristete Verträge attraktiver werden. Fahnenflüchtige will das Ministerium durch eine Strafbefreiung zurückholen. Auch ausländische Söldner sollen vermehrt angeworben werden.
    Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen russische Angriffe. Der russische Präsident Putin räumte heute öffentlich ein, dass dies der Wirtschaft seines Landes schade.
    Derweil gab der Kreml-Chef die Zahl der auf russischer Seite an dem Angriffskrieg beteiligten Soldaten bekannt. Derzeit seien 700.000 im Einsatz, sagte Putin bei einem Empfang für Armeeangehörige in Moskau.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.