Nach Trump-Attacke
Ukrainische Regierung stützt Selenskyj

Die ukrainische Regierung hat die Forderung von US-Präsident Trump nach der Wahl eines neuen Präsidenten zurückgewiesen.

    Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sitzt vor Mikrofonen.
    Der ukrainische Außenminister Sybiha (Bryan R. Smith / Pool AFP / AP / dpa / Bryan R. Smith)
    Außenminister Sybiha schrieb auf der Plattform X, Selenskyj genieße die Unterstützung des ukrainischen Volkes und dieses habe das Recht, selbst zu entscheiden.
    Trump hatte gestern erneut eine Neuwahl gefordert und behauptet, Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Krieg zu beenden. Er habe sich aber dagegen entschieden. Zudem warf er Selenskyj vor, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. Trump einigte sich mit Russland auf den Ankauf großer Mengen an Diesel. Die Vereinbarung stieß bei Selenskyj auf Kritik. Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, sei eine Investition in den Krieg, schrieb er auf Telegram.
    Präsidentschaftswahlen in der Ukraine sind derzeit nicht möglich. Sie wurden auf Grundlage der Kriegsrechtsgesetzgebung ausgesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.