Russischer Angriffskrieg
Ukrainischer Präsident Selenskyj: Sind "zehn Prozent" von Friedensabkommen entfernt

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat erneut die Notwendigkeit eines dauerhaften Friedensabkommens zur Beendigung des Kriegs mit Russland betont.

    Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Trump nach einem Treffen in Trumps Mar-a-Lago-Club.
    Präsident Selenskyj (Archivbild) (Alex Brandon / AP / dpa / Alex Brandon)
    Er sagte in seiner Neujahrsansprache, die Ukraine wünsche sich ein Ende des Krieges, aber nicht um jeden Preis. Er werde kein schwaches Friedensabkommen unterzeichnen, das den Krieg nur verlängern würde. Selenskyj betonte, die Menschen im Land seien müde, aber nicht bereit, aufzugeben. Er wiederholte frühere Angaben, wonach das in den vergangenen Wochen ausgehandelte Abkommen zu 90 Prozent fertig sei. Diese restliche Verhandlungsmasse seien die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmten.
    Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Besonders umstrittene Gebietsfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst.

    Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme ein

    Unterdessen hat die Ukraine mit deutscher Hilfe zwei weitere Flugabwehrsysteme des Typs Patriot erhalten. Wie das Verteidigungsministerium in Kiew mitteilte, werden die aus US-Produktion stammenden Systeme bereits zum Schutz ukrainischer Städte eingesetzt. Die Bundesregierung hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Norwegen hatte bekanntgegeben, die Lieferung an die Ukraine finanziell zu unterstützen.
    Diese Nachricht wurde am 01.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.