Bayern Umgang mit NS-Raubkunst geändert - Picasso-Restitution angekündigt
Bayern ändert seinen Umgang mit NS-Raubkunst - und reagiert damit auf Vorwürfe wie fehlende Transparenz oder Verschleppung bei der Aufklärung. (Staatsminister für Wissenschaft und Kunst) Kunstminister Blume von der CSU kündigte ein neues wissenschaftliches Zentrum für Provenienzforschung und Restitutionsfragen NS-Raubgut an, das am Institut für Zeitgeschichte in München entstehen soll.
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Alfred Flechtheim (jüdischer Kunsthändler und Sammler), hier in einer Büste des Künstlers Hermann Haller dargestellt. Flechtheims Erben bekommen nun eine Picasso-Büste zurück (picture alliance / Sophia Kembowski / dpa / Sophia Kembowski)
Dazu kommt eine unabhängige Kommission. Diese soll unter anderem die strategische Ausrichtung der Forschung sowie Richtlinien entwickeln. Außerdem soll sie priorisieren, welche Kunstwerke wann bearbeitet werden und Empfehlungen zur Restitution von Kunstwerken geben. Blume kündigte eine erste Rückgabe an: Die Erben des jüdischen Kunsthändlers und Sammlers Alfred Flechtheim sollen die Bronze-Büste "Fernande/Beatrice" von Pablo Picasso zurückerhalten. Der Anwalt der Erben sprach von einer "längst überfälligen Gerechtigkeit". Er forderte die Herausgabe weiterer Werke unter anderem von Paul Klee durch die bayerischen Staatsgemäldesammlungen und andere deutsche Museen.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.