Umwelt und Verbraucher 

UNEP-Studie zu ZoonosenGefahr von Infektionskrankheiten aus der Tierwelt nimmt zu

Zwei Schimpansen sitzen in den Baumwipfeln eines Regenwaldes. (Getty Images / The Washington Post / Nichole Sobecki)

Ebola, SARS, Zika: Mehr als die Hälfte der Infektionskrankheiten wird vom Tier auf den Menschen übertragen. Auch beim Coronavirus spricht vieles dafür. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen warnt jetzt: Solche Infektionskrankheiten können weiter zunehmen – wegen der massiven Ausbeutung unserer Umwelt.

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Metallvorkommen in der TiefseeAbbau von Manganknollen würde Ökosystem bedrohen

Eine Mitarbeiterin hält am Donnerstag (21.07.2011) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover eine Manganknolle in der Hand. Der rote Punkt markiert die Oberseite der Knolle. Die in den Manganknollen der Tiefsee ebenfalls angereicherten Metalle Kupfer, Kobalt und Nickel sowie seltenere Spurenmetalle wie Molybdän werden zur Herstellung vieler Produkte der Elektro- und Computerindustrie benötigt. Foto: Caroline Seidel dpa/lni (zu dpa-Korr:"Metallschatz aus der Tiefsee: Mangan-Schürfen rückt näher" vom 26.07.2011) | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Caroline Seidel)

In der Tiefsee wachsen Knollen aus verschiedenen Metallen, wichtige Rohstoffe etwa für die Elektromobilität. Durch deren Abbau könnte Deutschland unabhängiger von Importen werden. Allerdings ist der Abbau mit erheblichen Risiken für die Umwelt verbunden.

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Secondhand und CoronaTextil-Stau bei den Altkleidern

Säcke mit Altkleidern auf dem Gelände einer Reyclingfirma in Bayern (picture alliance / Armin Weigel/dpa)

Volle Kleidercontainer, geschlossene Second-Hand-Shops, Exportprobleme: Die Altkleiderbranche stand während des Coronashutdowns kurz vor dem Kollaps. Ein Grund war, dass viele Menschen während der Coronaeinschränkungen ihre Kleiderschränke ausmisteten.

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Exporte der FleischwirtschaftTierschutzbund: Preiskampf geht nur auf Kosten der Tiere

Ein Mensch streichelt ein Schwein in einem Tiertransport an der Nase. (picture alliance/dpa/Bernd Settnik)

Wer heute noch glaube, über Preise die Globalisierung gewinnen zu können und damit die deutschen Landwirte zukunftsfähig zu machen, der irre, meint Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Im Dlf forderte er ein Qualitätssiegel für deutsches Fleisch und und neue Tierschutzgesetze ohne Lücken.

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FerkelkastrationSchlachtunternehmen blockieren Regelungen für mehr Tierwohl

Ein Züchter hält ein Ferkel in der Hand, was in die Kamera schaut. (picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd)

Ab dem 1. Januar 2021 dürfen Ferkel in Deutschland nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Bei den alternativen Methoden gibt es allerdings keine Einigkeit - und vor allem die Schlachtunternehmen sträuben sich offenbar, die Methoden zu akzeptieren, die besonders tierwohlgerecht sind.

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Gerd Müller (CSU) zum Mercosur-AbkommenNachhaltigkeitsregeln "müssen sanktionierbar sein"

Brandrodung in Regenwald Brasiliens (picture alliance / WILDLIFE / M.Edwards)

Unter anderem wegen Brasiliens Waldrodungen gibt es Kritik am geplanten EU-Mercosur-Handelsabkommen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), verteidigte das Abkommen im Dlf. Deutschland solle seinen EU-Ratsvorsitz nutzen, um Brasilien auf "entwaldungsfreie Lieferketten" zu verpflichten.

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Trockenheit in DeutschlandDürresommer hat "auch für Unternehmen existenzielle Auswirkungen"

Sommer im Siegerland, ein warmer Sommertag, Trockenheit, Trockener Boden mit Rissen Sommer im Siegerland am 08.07.2018 in Siegen/Deutschland. *** Summer in the Siegerland a warm summer day Dryness Dry soil with cracks Summer in Siegerland on 08 07 2018 in Siegen Germany (imago images | Rene Trau)

Keine Region in Deutschland habe derzeit normale Wasser- und Niederschlagsverhältnisse, sagte Grünen-Politiker Oliver Krischer im Dlf. Er geht davon aus, dass es erneut einen Dürresommer geben werde. Die Auswirkungen seien nicht nur für die Land- und Forstwirtschaft dramatisch, sondern auch für Unternehmen.

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Schlachthofschließungen"Das ganze System gerät ins Rutschen"

Hausschweine gehalten in einem koventionellen Schweinemastbetrieb im Landkreis Dahme Spree. (imago images / Marius Schwarz)

Wird ein Schlachthof geschlossen, müssen die Tiere an andere Betriebe vermittelt werden oder länger im Stall bleiben. Den Landwirten entstünden dadurch höhere Kosten, so Martin Hofstetter von Greenpeace im Dlf. Vor allem verschärfe sich das Grundproblem der Schweinezucht: zu wenig Platz für die Tiere in den Ställen.

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Gebäudeenergiegesetz im BundestagDeutsche Umwelthilfe: "Das Gesetz greift zu kurz"

Gebaeudesanierung,Fassade,Aussenfassade,entfernen alter Asbestplatten an einer alten Hausfassade,Haus,Gebaeude,Sanierung,Asbest,Renovierung,renovieren,sanieren,Arbeiter,Hebebuehne, | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Sven Simon)

Ein bundesweit einheitliches Gebäudeenergiegesetz soll den Klimaschutz in Deutschland voranbringen. Kritiker halten den Entwurf jedoch für zu wenig ambitioniert. "Dieses Gesetz muss zurückgezogen und nachgebessert werden", sagte Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe im Dlf.

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Ökonomen fordernÖkologischeres Wirtschaften nach der Coronakrise

Wenn Europa nach der Coronakrise mit EU-Hilfen wieder auf die Beine kommt, warum nicht gleich grüner als bisher? Das fordern vier prominente Ökonomen. Als Einnahmequelen schlagen sie unter anderem neue Steuern vor - etwa auf CO2, Plastik, und Finanztransaktionen.

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Luftfahrt-Abkommen Corsia"Klimaschutz-Instrument in seiner Wirkung halbiert"

15.06.2020, Berlin: Flugzeuge parken auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Die Reisewarnung für 27 europäische Länder wurde in der Nacht zu Montag (15.06.2020) aufgehoben. Foto: Christoph Soeder/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)

Die UN-Luftfahrtorganisation ICAO plant Erleichterungen bei CO2-Kompensationen für die Corona-geschwächte Luftfahrtbranche. Damit stehe der Klimaschutz im Flugverkehr auf der Kippe, kritisierte der Klimapolitikforscher Lambert Schneider im Dlf.

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Kükentöten beenden Auch der Handel will baldige Lösungen

Ein männliches Küken in der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig: Veterinärmediziner der Universität Leipzig forschen intensiv an einer Alternative zur massenhaften Tötung männlicher Küken (dpa-Zentralbild / Peter Endig)

Von Discounter-Seite verstärkt sich der Druck auf die Geflügelbranche: Aldi engagiert sich mit einer Werbekampagne gegen Kükentöten, Penny hat bereits "saubere" Eier im Sortiment. Während unter Hochdruck an technischen Lösungen gearbeitet wird, setzt die Biowirtschaft auf sogenannte Zweinutzungshühner.

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Hygiene zur Corona-Prävention Desinfizieren kann auch der Gesundheit schaden

Blick in ein leeres Klassenzimmer. Auf einem Tisch steht Desinfektionsmittel.  (picture alliance / GES / Markus Gilliar)

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in öffentlichen Bereichen häufig Desinfektionsmittel eingesetzt. Oft seien das regelrechte Chemikalien-Cocktails, warnt das Hamburger Umweltinstitut, und können gesundheitsschädlich sein. Besonders beim Sport, weil man dann den Sprühnebel tief einatmen könnte.

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Umweltexpertin zu Pestizideinsatz"Eklatanter Schwund an Artenvielfalt und Bestäuber-Insekten"

Ein Traktor spritzt in Thüringen auf einem Feld im Mai Pflanzenschutzmittel auf. (picture alliance / Klaus Nowottnick)

Die EU will den Pestizideinsatz bis 2030 um die Hälfte reduzieren. Für Susanne Smolka vom Pestizid-Aktionsnetzwerk ist das eine dringend notwendige Maßnahme. Allein in Deutschland sei die Biomasse von Insekten in den letzten 30 Jahren um mehr als 75 Prozent zurückgegangen, sagte sie im Dlf.

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Abholzungen im Regenwald"Ein Militäreinsatz löst die Probleme am Amazonas nicht"

LKW transportiert Holz aus dem Amazonas Regenwald, Abholzung, illegaler Holzeinschlag, Mato Grosso, Brasilien, Südamerika  (imageBROKER/Florian Kopp)

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Militär in die Amazonasregion entsandt, um die Abholzungen zu kontrollieren. Suely Araújo, frühere Leiterin der Umweltbehörde IBAMA, hält das für wenig sinnvoll. Man brauche dafür eine technische und strategische Planung, die das Militär aber nicht habe, sagte sie im Dlf.

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Müll in der Coronakrise"Einwegverpackungen sind durch die Decke geschossen"

Leere Speise-Verpackungen stapeln sich im Nordstadtpark in Kassel auf einem Mülleimer.  (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)

Verbraucher sind verunsichert, Gastronomen müssen außer Haus verkaufen. Der Corona bedingte Verpackungsmüll werde zu einem Umweltproblem, sagte Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe im Dlf. Er plädiert für ein Mehrwegsystem mit Pfand, um Müll zu vermeiden. Das sei hygienisch einwandfrei möglich.

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Maßnahmen gegen die Coronakrise"Es fehlt der ökologische Wumms"

Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (dpa/Kay Nietfeld)

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ist nach Ansicht der Ökonomin Claudia Kemfert zu wenig ökologisch. Zwar gäbe es gute Ansätze, doch es sei in bestimmten Bereichen Potenzial nicht genutzt worden - auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

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Corona-Konjunkturpaket"Gesundheitsschutz und -förderung mitdenken"

Mann markiert einen temporären Radverkehrsstreifen auf dem Kottbusser Damm in Berlin  (dpa/Jörg Carstensen)

Wirtschaftshilfen zur Bewältigung der Coronakrise nutzen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern – das fordert die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit. Dies sei etwa bei der Stadtplanung möglich, erläuterte deren stellvertretende Vorsitzende Sylvia Hartmann im Dlf.

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Zustand der deutschen Wälder"Der Eindruck von Herbststimmung"

Die Sonne strahlt durch Bäume in einem Waldstück. (imago/A. Friedrichs)

Auch dieses Frühjahr sei wieder viel zu warm und trocken für die Bäume in Deutschland gewesen, sagte der Forstwirt Ingolf Profft im Dlf. Um Wälder für die Zukunft zu wappnen, müssten viele Baumarten eingebracht und auf Kahlschläge verzichtet werden. Kleine Bäume sollten im Schutz der alten Bäume anwachsen.

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Bus und Bahn in Coronazeiten"ÖPNV steckt in erheblichen Finanzproblemen"

Ein leeres Abteil eines Regionalzuges.  (dpa / picture alliance / dpa-Zentralbild / Reinhard Kaufhold)

Aus Angst vor Ansteckung bleiben viele Busse und Bahnen in der Coronakrise leer. Dabei unternehmen die Verkehrsbetriebe viel, um Ansteckungen der Fahrgäste zu vermeiden, sagte Verkehrswissenschaftler Klaus-Martin Melzer im Dlf. Doch das ist teuer – ein Rettungspaket für den ÖPNV sei nötig.

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EU-LandwirtschaftspolitikGreenpeace: Geld für Leistungen statt für Fläche zahlen

Frisch gepflügter brauner Ackerboden bei Lauenau mit Bäumen hinter dem Feld und einem Blick Richtung Süntel, 11.10.2015 (picture alliance / Michael Narten)

Die EU müsse bei der Förderung der Landwirtschaft umdenken, forderte Greenpeace-Experte Martin Hofstetter im Dlf. Viel Geld fließe derzeit an Ackerbaubetriebe, die möglichst viel Fläche bewirtschaften wollten. Statt dessen sollte gezielter anhand von Umweltkriterien gefördert werden.

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CO2-Abdruck von LebensmittelnWie wir uns klimafreundlicher ernähren können

Aufnahme eines Medium Rare Steak  (www.imago-images.de)

Fleisch habe die höchste CO2-Belastung, sagte Guido Reinhardt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg im Dlf zu seiner Studie über den ökologischen Fußabdruck von Lebensmitteln. Regionale Produkte haben aber nicht unbedingt eine bessere Klimabilanz.

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Urlaub in CoronazeitenJugendherbergen rechnen mit Familien und Individualreisenden

Fahne des Deutschen Jugend Herbergswerks vor der Jugendherberge im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen (dpa/Stefan Sauer)

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks, Julian Schmitz, geht davon aus, dass trotz Coronakrise bis Mitte Juni wieder ungefähr 160 Häuser geöffnet haben werden. Dazu sei ein Hygienekonzept entwickelt worden, sagte er im Dlf. Stornierungen würde kundenfreundlich gehandhabt.

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SpreewaldStörche finden immer weniger Frösche

Ein Weißstorch zusammen mit einem Pony auf einer Wiese (dpa / Patrick Pleul)

Die Artenvielfalt im Spreewald südlich von Berlin ist laut einer Erhebung des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) zufolge in großer Gefahr. Manche Arten seien um 90 Prozent zurückgegangen. Besonders Weißstörche finden immer weniger Futter. Und das liegt nicht nur an der anhaltenden Trockenheit.

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Artgerechte TierhaltungWeniger Stress auf dem Weg zum Schlachthof

21.01.2019, Hessen, Witzenhausen: Ein Rind steckt in der Durchtriebfalle der mobilen Schlachteinheit, die auf Gut Fahrenbach vorgestellt wurde. Die neue, in Hessen entwickelte Methode erlaubt die Schlachtung von Rindern ohne Tiertransporte und damit ohne zusätzlichen Stress für die Tiere. Dabei kommt der Schlachter mit einem eigens dafür entwickelten Schlachtanhänger auf den Hof. (picture alliance / Uwe Zucchi)

Immer mehr deutsche Klein-Rinderzüchter lassen ihre Tiere auf dem eigenen Hof schlachten - nicht zuletzt um ihnen den Stress des Transports zum Schlachthof zu ersparen. Zentral dabei: der Einsatz mobiler Schlachtanlagen.

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Bürgerbeteiligung und Corona "Einen direkten Austausch gibt es nicht mehr"

Baukräne in Berlin recken sich in den blauen Himmel. (chromorange)

Bürger haben das Recht, gegen Großbauprojekte Einwände vorzubringen und sich vor Ort mit Investoren und Bauherren auszutauschen. Diese Termine mit bis zu 50 Teilnehmenden sollen wegen der Coronakrise nur noch online stattfinden. Juliane Dickel vom BUND hält das für eine unnötige Einschränkung.

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Fleischbetriebe in den USANotschlachtungen für die Tonne

04.02.2019, Niedersachsen, Garrel: Halbierte Schweine hängen im Schlachthof Böseler-Goldschmaus während des Besuchs des Ministerpräsidenten von Niedersachsen an den Haken. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

In den USA hat Präsident Donald Trump die Wiedereröffnung der Schlachtbetriebe per Dekret verfügt - trotz Corona und ohne Änderungen der Arbeitsbedingungen. Denn in den Ställen stauen sich mittlerweile die Schweine. Jetzt wird massenhaft notgeschlachtet und entsorgt.

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Personalmangel und Coronakrise"Lebensmittelkontrollen bedeuten aktiven Gesundheitsschutz"

Eine Auszubildende zur Lebensmitteltechnikerin überprüft am 30.07.2019 in einem Gruken-Werk in Schweinfurt das Vakuum innerhalb der Gläser mit Gewürzgurcken  (picture alliance/dpa-tmn/Nicolas Armer)

Durch die Corona-Pandemie liege der größte Teil der Lebensmittelkontrollen brach, sagte Martin Rücker, Geschäftsführer von Foodwatch, im Dlf. Er forderte mehr Personal - auch unabhängig von der Coronakrise. Denn Lebensmittelkontrollen seien genauso systemrelevant wie die Lebensmittelproduktion.

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Fleischindustrie und Gesundheit"Die Bundesregierung hat der Fleischindustrie Extrawürste gebraten"

Frisch geschlachtete Schweine hängen im Kühlhaus eines Schlachtbetriebes an der Reihe an Haken. (imago / Daniel Schvarcz)

Die Schlachthöfe dürften derzeit unter den Augen der Behörden Menschen und Tiere ausbeuten, sagte Reinhild Benning von Germanwatch.de im Dlf. Das gehe einher mit höheren Risiken etwa für Antibiotika-Resistenzen oder auch Corona-Infektionen. Gebraucht würden endlich Reglungen für eine nachhaltige Fleischproduktion.

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Steigender Meeresspiegel"Das ist ein Wettlauf gegen die Zeit geworden"

Eisberg bei Nacht in der Antarktis (imago stock&people)

Wissenschaftler warnen in einer neuen Studie davor, dass der globale mittlere Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 über einen Meter betragen könnte. Besonders die Instabilität der großen Eismassen auf Grönland und der Antarktis könnten dazu beitragen, sagte Stefan Rahmstorf, Co-Autor der Studie, im Dlf.

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LuftverschmutzungCorona-Shutdown sorgt für niedrigere Abgaswerte

Ein Passivsammler für Stickstoffdioxid (von links nach rechts), ein Einlass für Feinstaubproben, ein Einlass für einen automatischen Staubanalysator und ein Passivsammler für Ammoniak stehen auf der Luftmessstelle "Stuttgart am Neckartor". (picture alliance / Sebastian Gollnow)

Auch wenn einige Schadstoffmessstationen trotz des geringeren Verkehrsaufkommens in der Coronakrise erhöhte Stickoxid-Belastungen gemessen haben, ist die Belastung insgesamt in Deutschlands Städten deutlich gesunken. Das zeigt eine Recherche des ARD-Magazins "Kontraste".

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Sommerurlaub während der Corona-Pandemie"Versuchen, möglichst wenig anzuzahlen"

Ein Passagier ein einem sonst leeren Flughafen Tegel mit Munschutzmaske in Berlin am 19. Maerz 2020. (imago / Emmanuele Contini)

Rechtsanwalt Arndt Kempgens rät bei zukünftigen Reisen genau in die Reisekataloge zu schauen. Denn die könnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr zutreffen. Allerdings müssten Reiseanbieter ihre Prospekte, Websites und Verträge auch anpassen, sagte er im Dlf. Denn sonst könnte es teuer werden.

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Industriechemikalien PFASStreit um Gesundheitsgefahr im US-Trinkwasser

Symbolfoto: Wasser fliesst aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Thomas Trutschel / imago)

Das US-Trinkwasser ist vielerorts mit PFAS belastet. Diese Gruppe von Industriechemikalien kann unter anderem Krebs auslösen. Die US-Umweltschutzbehörde EPA fordert deshalb einen gesetzlichen Grenzwert. Die Zeit drängt, denn das PFAS im Trinkwasser könnte auch Folgen für COVID-19-Patienten haben.

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Hohe StickoxidwerteNeuer Streit über Fahrverbote in Stuttgart

Stuttgart: Eine Anzeige weist auf ein Fahrverbot für Euro 5-Dieselautos auf Abschnitten der B14 und B27 hin. Zum Jahreswechsel wird das Fahrverbot für Dieselautos in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ausgeweitet.  (dpa / Marijan Murat)

In Stuttgart wird über weitere Diesel-Fahrverbote gestritten. So soll dieses Verbot auf den Talkessel und mehrere Stadtteile ausgeweitet werden. Jetzt hat ein Ingenieur aber offenbar festgestellt, Diesel-Fahrzeuge seien gar nicht die Hauptverursacher von hohen Stickstoffdioxid-Werten in der Stadt.

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EU-Agrarreform "Gemeinwohlorientierte Agrarpolitik nicht in Frage stellen"

Ökologische Landwirtschaft in Lünen, Kreis Unna: Biospargel wird mit Erntehelfern bearbeitet, April 2020 (imago / Cord)

Die Reformvorschläge für eine nachhaltige EU-Agrarpolitik sollten trotz des Shutdowns nicht auf die lange Bank geschoben werden, sagte Agrarwissenschaftler Friedhelm Taube im Dlf. Landwirte, die effizient und umweltschonend produzierten, sollten dafür künftig mehr EU-Mittel erhalten.

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Rätselhaftes MassensterbenTausende Blaumeisen verenden an unbekanntem Erreger

Eine Blaumeise (Cyanistes caeruleus) in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg). Vom 8. bis 10. Januar 2016 findet zum sechsten Mal die bundesweite "Stunde der Wintervögel" statt, zu der der Naturschutzbund Deutschland (NABU) aufgerufen hat. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Seit März sterben in Mitteldeutschland ungewöhnlich viele Blaumeisen. Mehr als 10.000 Hinweise auf tote Tiere sind bisher beim Naturschutzbund (NABU) eingegangen. Eindeutige Laborergebnisse liegen noch nicht vor, Ornithologen haben aber einen Verdacht, was das Massensterben ausgelöst haben könnte.

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Folgen der TrockenheitWenn die Borkenkäfer wieder ausschwärmen

Larvennest von Borkenkäfern unter der Baumrinde (pictrue alliance / dpa / Keystone / Urs Flueeler)

Nicht nur in sächsischen Wäldern fehlt es derzeit an Wasser. Forstwirte überwachen den Feind der Nadelbäume, den Borkenkäfer, mit Fallen, die mit Duftstoffen präpariert sind. Denn wenn in einem Jahr ein Baum befallen ist, können es im Jahr drauf schon 400 sein, fürchtet Sachsens Forstminister.

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Lehren aus der CoronakriseEuropaweiter Aufruf zum nachhaltigen Umdenken

Frankreichs Präsident Macron bei einer Fernsehansprache (imago / Hans Lucas)

Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und NGOs in Europa fordert ein "neues Wohlstandsmodell" unter grünem Vorzeichen. Die von der Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise biete Gelegenheit zu einer Zäsur. Auch Präsident Emmanuel Macron mahnte an, sich neu zu erfinden.

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Leopoldina-Studienautor zum Coronavirus"Das wird nicht die letzte Krise dieser Art sein"

Ein Junge steht vor einer zerstörter Regenwaldfläche.  Laut dem Artenschutz-Bericht der UN wurden zwischen 1980 und 2000 in den Tropen 100 Millionen Hektar Regenwald zerstört. Dieser wird eigentlich als Kohlenstoffspeicher der Erde gebraucht. (dpa / picture-alliance / I.R.Lloyd/ Wildlife )

Die Coronakrise wurde nach Ansicht des Wissenschaftshistorikers Jürgen Renn vom Menschen verursacht. Viren kämen immer häufiger vor, auch weil Lebensräume begrenzt würden, sagte der Mitautor der aktuellen Leopoldina-Studie zum Coronavirus im Dlf. Er fordert eine weniger naturzerstörende Wirtschaft.

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Landwirtschaft auf WasserDer schwimmende Kuhstall

Eine Kuh im schwimmenden Rinderstall im Hafen von Rotterdam (picture alliance / AP Photo / Mike Corder)

Die Idee soll Landwirtschaft nachhaltiger machen: In den Niederlanden betreibt eine Bauernfamilie eine schwimmende Farm, um das Klima zu entlasten. 34 Kühe haben ein Zuhause in einem ehemaligen Hafenbecken gefunden.

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Digitalisierte GesundheitMedizinische Versorgungsdaten: Wer erhält Zugang?

Tabletten in einer Plastikbox mit vier Fächern (imago images / Rene Traut)

Diagnosen, Medikamentenrezepte und Therapieanweisungen: All diese Patientendaten sollen – so will es das neue DigitaleVersorgung‐Gesetz – künftig an ein Forschungsdatenzentrum weitergegeben werden. Datenschützer kritisieren, dass die Daten dabei nicht anonymisiert werden.

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Trennungskinder in CoronazeitenWenn der Umgang verweigert wird

Schattenriss , Eltern mit Kind. Das Kind ist in der Mitte und wird an beiden Armen von jeweils einem Elternteil gehalten (imago/photothek)

Wo Eltern nach einer Trennung Kinder abwechselnd betreuen, stellt sich angesichts der Corona-Maßnahmen die Frage: Wird das Umgangsrecht weiterhin gewährt – auch dann, wenn die Eltern in unterschiedlichen Bundesländern leben? Und was gilt, wenn der Unterhalt nicht mehr bezahlt werden kann?

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Digitalisierte GesundheitImplantateregister: Datenbanksammlung ohne Widerspruchsrecht

Modell eines künstlichen Kniegelenks  (imago/Garcia)

Im neuen Implantateregister sollen eingesetzte Prothesen, Implantate und Stents erfasst werden, um deren Sicherheit und Qualität zu verbessern. Den Patienten wird kein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung ihrer Daten eingeräumt. Kritiker warnen vor Datenschutzlücken und illegalem Datenhandel.

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Digitalisierte GesundheitElektronische Patientenakte: Selbstbestimmung häppchenweise

Digitale Patientenakte, Gesundheitskarte, Vivy-App (Symbolfoto) (imago / Christian Ohde)

Die elektronische Patientenakte kommt: Die Bundesregierung hat den parlamentarischen Weg für deren Einführung freigemacht. Start ist der 1. Januar 2021. Doch Patienten können dann erst einmal nicht bestimmen, welche ihrer Daten unterschiedliche Fachärzte und Therapeuten sehen dürfen.

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WWF-Analyse"Eine intakte Natur ist ein Bollwerk gegen Pandemien"

Geier vor der Silhouette des Sojaproduzenten Cargill in Uberlandia in der brasilianischen Provinz Minas Gerais (imago / imagebroker)

Wenn wir Ökosysteme stören, etwa durch die Abholzung von Wäldern, erhöhe sich die Gefahr von Zoonosen, sagte Arnulf Köhncke von der Umweltschutzorgansiation WWF im Dlf. Diese führten dann zu Pandemien. Deutschland müsse eine Vorreiterrolle bei der Schaffung von Gesetzen zum Schutz der Ökosysteme übernehmen.

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Corona-Hilfe für Bedürftige"Schnelle Hilfe in Form von Geldleistungen"

Das Bild zeigt ein Graffiti in Berlin, das die Hartz-IV-Gesetze kritisiert. (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Hartz-IV-Empfängern würden durch die Corona-Pandemie erhöhte Bedarfe entstehen, beschreibt Joachim Rock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband im Dlf. Dem müsse mit einer schnellen Geldhilfe Rechnung getragen werden – dafür zeichne sich eine breite Koalition ab.

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Bioeier-ProduktionNicht immer so ökologisch wie gedacht

Frische braune Hühnereier in einem Korb, Freilandeier, Bio, Bioeier, (dpa/picture alliance/Bildagentur-online/)

Die Nachfrage nach Eiern aus ökologischer Haltung von Legehennen ist gestiegen. In Deutschland werden zwölf Prozent aller Eier biologisch erzeugt. Doch es gibt je nach Biosiegel deutliche Unterschiede bei der Produktion, kritisieren Tierschützer. So ist Massentierhaltung auch unter Biokriterien erlaubt.

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Klimakonferenz wird verschobenCorona-Pandemie bremst Gipfel in Glasgow aus

Die Leitung der Klimakonferenz in Madrid 2019 (Ricardo Rubio/Europa Press/dpa)

Die Corona-Pandemie wirft auch den Fahrplan der internationalen Klimadiplomatie über den Haufen. Der Klimagipfel im schottischen Glasgow kann im November nicht stattfinden – und das obwohl Großbritannien zu den Vorreitern im internationalen Klimaschutz gehört.

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Profit mit der Angst vor CoronaFalsche Corona-Tester und Fake-Shops

Älterer Herr arbeitet an einem Laptop. (Hans Wiedl/dpa-Zentralbild)

Viele Menschen haben Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus und versuchen, sich möglichst gut auszustatten. Betrüger versuchen, aus dieser Angst Profit zu schlagen. Die Verbraucherzentralen warnen nun vor den neuen Formen der Abzocke in Zeiten der Coronakrise.

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Besuchssperren in Heimen wegen Coronavirus"Viele Angehörige befürchten einen Schub in der Demenz"

Alte Menschen mit Rollstuhl und Rollator in einem Pflegeheim (picture alliance / dpa / Jonas Güttler)

Für Bewohner von Pflegeheimen sei es bitter, wegen der Coronakrise keinen Besuch mehr zu bekommen, sagte Ulrike Kempchen vom BIVA-Pflegeschutzbund im Dlf. Besuchsverbote seien rechtens, allerdings gehe es um Verhältnismäßigkeit, um kreative Problemlösungen - und um genug Personal dafür.

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Datenschutz und Corona-Apps"Vieles unseriös oder betrügerisch"

Eine Frau hält ein Smartphone in den Händen (imago images / Westend61)

Eine App, die vor dem Coronavirus schützt, ein Programm, das Infizierte live trackt: Viele der aktuell angebotenen Anwendungen würden private Daten auslesen oder sammeln, sagte Martin Meingast von der Initiative "Deutschland sicher im Netz" im Dlf. Vor einer Installation sollte man diese genau prüfen.

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