Umwelt und Verbraucher 

OnlinehandelMit Gebühren den Rücksendewahn stoppen

Pakete werden am 30.11.2017 auf Transportwagen durch die Halle des DHL-Paketzentrums in Rüdersdorf (Brandenburg) gefahren. Ran an die Päckchen und Pakete: Für die Mitarbeiter von Paketzentren heißt es jetzt wieder Ärmel hochkrempeln. Zum Beispiel am DHL-Standort im brandenburgischen Rüdersdorf (Märkisch-Oderland). Bis zu 400 000 Pakete können hier vor Weihnachten täglich bearbeitet werden, wie es vom Unternehmen heißt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)

Verbraucher bestellen gerne im Internet und schicken jedes sechste Paket wieder zurück, wie Forscher der Universität Bamberg herausgefunden haben. Insbesondere im Bereich Mode bestehe das Problem. Eine Folgestudie zeigt nun, dass eine gesetzliche Rücksendegebühr Impulskäufe reduzieren könnte.

Beitrag hören

Nach 46 Jahren ist SchlussAtom-Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee wird abgeschaltet

Blick in die Leitwarte des Forschungsreaktors BER II. Am 11. Dezember läutet Berlin das Ende seines Atomzeitalters ein. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums wollen dann ihren Forschungsreaktor in Wannsee endgültig abschalten.  (Bernhard Ludewig/HZB/dpa)

1973 wurde er in Betrieb genommen, der Forschungsreaktor BER II. Eine Uran-Abspaltung mitten in der Stadt, damals fanden viele das unproblematisch. Nun wird der Reaktor abgeschaltet, nicht etwa wegen der anhaltenden Proteste oder einer Material-Alterung. Der Grund ist die Finanzierung.

Beitrag hören

Bau von NordLink623 Kilometer Kabel für Stromaustausch mit Norwegen

Das Endstück eines Seekabels wird von dem Kabelverlegeschiff "Boka Connector" im Watt unter dem Deich hindurch an Land gezogen. (picture alliance / Carsten Rehder / dpa)

Ein Kabel auf dem Meeresboden: Mit NordLink entsteht derzeit eine Stromverbindung zwischen Deutschland und Norwegen. Durch die 600 Kilometer Kabel soll Windstrom aus Deutschland nach Norwegen fließen. Denn noch kann Ökostrom nicht immer genutzt werden - und das kostete zuletzt knapp 1,5 Milliarden Euro im Jahr.

Beitrag hören

Initiativen für ein BöllerverbotGegen den giftigen Feinstaub zu Silvester

Menschen schießen vor dem Denkmal am Deutschen Eck in der Nacht Raketen in die Luft. (Thomas Frey / dpa)

Das Silvesterfeuerwerk sorgt für ähnlich viel Feinstaub wie der Straßenverkehr in zwei Monaten. Und auch die Auswirkung auf die Tierwelt ist verheerend. Initiativen setzen sich deshalb dafür ein, die Böllerei zu verbieten - mit dem aktuellen Recht ist dies aber nur begrenzt durchsetzbar.

Beitrag hören

KlimaschutzFinanzinvestoren fordern CO2-Neutralität

Der Offshore-Windpark Butendiek, aufgenommen am 15.08.2016 etwa 30 Kilometer vor der Insel Sylt (Schleswig-Holstein) in der Nordsee. Die Stromproduktion der Windparks in der Nordsee hat sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. (dpa/Daniel Reinhardt)

Es gab Zeiten, da galt Klimaschutz eher als Bremsklotz für die Wirtschaft. Doch viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. Auch große Finanzinvestoren: In einem offenen Brief fordern 40 große Investoren und Vermögensverwalter stärkere Anstrengungen von der EU.

Beitrag hören

Klimakonferenz in MadridSchwierige Verhandlungen um globalen Emissionshandel

Blick auf ein Feld aus Sonnenkollektoren in Bhagwanpur in Indien. (picture alliance / dpa/ Sanjeev Gupta)

Das Pariser Abkommen sieht vor, dass Staaten Klimaschutzprojekte in anderen Ländern finanzieren und so ihre eigene Klimabilanz verbessern können. Bei der Klimakonferenz in Madrid soll nun die Umsetzung dieses Emissionshandels konkretisiert werden. Manche sehen darin eine Chance. Doch es gibt auch Kritik.

Beitrag hören

Afrikanischen SchweinepestForstamtsleiter: Wir müssen besondere Vorsicht walten lassen

Ein Schild warnt während einer Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest an einem Sperrbezirk in Dresden. (dpa/Jan Woitas)

Die Afrikanische Schweinepest lässt Tiere innerhalb eines Tages verenden. Das größte Risiko seien die überhöhten Bestände an Schwarzwild, sagte Forstamtsleiter Ralf Neuheisel im Deutschlandfunk. Desinfektionsmaßnahmen und die Jagd von Wildschweinen seien deshalb zur Reduzierung der Seuchengefahr wichtig.

Beitrag hören

Klima-Risiko-IndexDeutschland weltweit betrachtet besonders betroffen

Rinder auf der Weide. Die große Trockenheit und der Wassermangel sorgen für ein grundsätzliches Umdenken in der Landwirtschaft. (dpa/Klaus Nowottnick)

Deutschland gehört zu den Ländern, die besonders betroffen sind vom Klimawandel, mit Folgen wie Stürme oder Hitzewellen. Das jedenfalls ergab der neue Klima-Risiko-Index, den die Umweltorganisation Germanwatch erstellt. Den Spitzenplatz nimmt in diesem Jahr ebenfalls eine Industrienation ein.

Beitrag hören

Bericht der Europäischen UmweltagenturKoordinator: Schlechtes Zeugnis für die Biodiversität

Ein mit Ocker- und Blautönen gesprenkelter Schmetterling. (Scott Carroll/Unsplash)

Deutschland schneide besonders im Bereich der Wasser-Ökosysteme und der Landversiegelung sehr schlecht ab, sagte Tobias Lung, Koordinator des Umweltberichts der Europäischen Umweltagentur (EEA), im Dlf. Der Klimawandel verstärke verschiedene negative Effekte noch - und schade der Biodiversität.

Beitrag hören

Neue Grenzwerte für SchadstoffeTrinkwasser in Europa soll sauberer werden

Symbolfoto: Wasser fliesst aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Thomas Trutschel / imago)

Mit einer neuen Richtlinie will die EU die Qualität des Trinkwassers verbessern. So sollen etwa die Grenzwerte für Schadstoffe und Bakterien steigen. Doch die Verhandlungen zwischen Mitgliedsländern, Kommission und Parlament stocken. Es gibt Streit um die Details.

Beitrag hören

Rechte im Natur- und UmweltschutzNicht jeder Öko ist links und grün

Eine Malerei an einer Hauswand in Jamel (Mecklenburg-Vorpommern). Hier sollen viele Menschen mit rechter Gesinnung leben. (Deutschlandradio / Silke Hasselmann)

Dass Natur- und Umweltschützer politisch den Grünen und den Linken nahe stehen, ist eine verbreitete Annahme - die allerdings nicht stimmt. Naturschutz, Bio-Landbau, Erhalt alter Arten sind Themen, die sich auch Rechtspopulisten und Rechtsextreme gezielt zunutze machen.

Beitrag hören

Klimanotstand in Europa EU-Parlament will ein Zeichen setzen

Totale des Plenarsaals im Europaparlament vor der Wahl zur EU-Kommissionspräsidentschaft  (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Das Europaparlament hat den Klimanotstand für Europa ausgerufen. Der Klimanotstand hat einen eher symbolischen Charakter und soll Druck für eine konkrete Gesetzgebung aufbauen. Während die einen von einem wichtigen Schritt reden, gibt es auch kritische, gar hämische Stimmen.

Beitrag hören

Erneuerbare-Energien-Ranking"NRW tut sich schwer mit dem Umstieg"

DEU/Deutschland/Brandenburg/Wormlage, 07.01.2014: Windenergie in Brandenburg; Windraeder stehen auf einem Feld bei Wormlage in der brandenburgischen Lausitz vor dem vom Sonnenuntergang rot gefaerbten Abendhimmel. // Wind engines on a field near Wormlage in Brandenburg. // **Foto: Andreas Franke** | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)

Beim Ausbau von Wind- und Sonnenenergie schneide NRW im Vergleich der Bundesländer schlecht ab, sagte Energieexpertin Claudia Kemfert im Dlf. Der Anteil von Kohle sei immer noch hoch und besonders der Windenergieausbau stocke. Dabei gebe es gute Möglichkeiten, die Bürger mit ins Boot zu holen.

Beitrag hören

Umfrage des Verkehrsclubs DeutschlandEin "Befriedigend" für die Deutsche Bahn

Frau mit Smartphone am Hauptbahnhof von Frankfurt Main. Foto vom 18. Juni 2017. | Verwendung weltweit (dpa)

Einer neuen Umfrage des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) zufolge sind Bahn-Kunden besonders unzufrieden über die Höhe der Ticket-Preise und über die Pünktlichkeit. Außerdem fordern sie vergünstigte Tarife für einkommensschwache Gruppen, sagte Philipp Kosok vom VCD im Dlf.

Beitrag hören

BauerndemosKonventionelle Landwirte und der Grundwasserschutz

Landwirte stehen mit ihren Treckern nach einer Sternfahrt in der Hamburger Innenstadt auf dem Holstenwall.  (dpa/Christian Charisius)

Landwirte und Agrarwissenschaftler trafen sich in Würzburg, um über besseren Grundwasserschutz und eine Senkung der Nitratbelastung zu beraten. Wegen strengerer Düngeregeln und Umweltvorgaben fürchten die Bauern um ihre Existenz. Der Verfall der Preise auf dem Biosektor kommt verschärfend hinzu.

Beitrag hören

Naturschützer Schöne zu Neubaugebieten"Wir fransen die Ortsränder aus"

Noch überwiegend leerstehende Häuser im Neubaugebiet. Es wird gemauert, was das Zeug hält. Die Zinsen sind noch niedrig. (imago stock&people)

Das beschleunigte Verfahren, um Neubauflächen auszuweisen, könnte verlängert werden. Dieses trete die Umweltbelange mit Füßen, sagte Florian Schöne vom Deutschen Naturschutzring. Gerade kleinere Kommunen würden sich Prüfungen und Ausgleichsflächen sparen. Das sei nicht nachhaltig.

Beitrag hören

Medizinische VersorungApotheker und Ärzte beklagen Medikamentenengpass

Blick durch eine Glasscheibe auf ein vollautomatisches Medikamenten-Lager, Symbolbild Lieferengpässe von Medikamenten (dpa/Andreas Arnold)

Antidepressiva, Masern-Impfstoff und Blutdrucksenker - rund 540 Medikamente waren laut Bundesinstitut für Arzneimittel im Oktober nicht lieferbar. Für die Apotheker, Ärzte und auch Patienten bedeutet dies einen immensen Mehraufwand. Ein Grund für den Engpass ist die globalisierte Lieferkette.

Beitrag hören

Production Gap ReportBaupläne für Kohlebergwerke sprengen Klimaziele

Rauch und Dampf steigen aus einem Kohlekraftweg in Oberhausen auf, im Vordergrund geht ein Mann. (Getty Images / Lukas Schulze)

Viele Staaten setzen nach wie vor auf Kohle, Öl und Gas: Der Bau von Bergwerken und Förderanlagen geht weiter. Der daraus folgende CO2-Austoß wäre viel zu groß, um die Klimaziele des Pariser Abkommens einzuhalten - so ein Bericht, den das UN-Umweltprogramm mit mehreren Forschungsinstituten herausgegeben hat.

Beitrag hören

Riester-VerträgeZu hohe Abschlussgebühren zurückbekommen

Ein Sparschwein steht vor einem Schild mit der Aufschrift Riester-Rente. (picture-alliance/ dpa-ZB / Jens Büttner)

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat herausgefunden, dass für bestimmte Riester-Verträge zu hohe Abschlussgebühren gezahlt wurden. Riester-Kunden können Rückzahlungen geltend machen. Sie müssen sich allerdings melden.

Beitrag hören

Umweltbundesamt"Verpackungsvermeidung kann man rechtlich schwer vorschreiben"

Leichtverpackungen und Gelbe Säcke liegen auf der Deponie des "aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover", im Vordergrund läuft ein Mitarbeiter. In der Gelben Tonne landet oft Müll, der dort gar nicht hingehört. Die Quote der sogenannten Fehlwürfe liegt nach Schätzung von Branchenexperten zwischen 40 und 60 Prozent, wie der Bundesverband Sekundärrohstoffe mitteilte. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Die Menge des Verpackungsmüll in Deutschland ist laut Umweltbundesamt auf einem Höchststand. Viele Handelshäuser und Hersteller achteten inzwischen zwar auf Recycling-Fähigkeit ihrer Verpackungen, sagte Gerhard Kotschik vom Umweltbundesamt im Dlf. Das führe aber nicht unbedingt zu weniger Müll.

Beitrag hören

Weniger SchadstoffausstoßSchiffe an die Steckdose

Ein Servicetechniker an Bord des Kreuzfahrtschiffs «Aidasol» nimmt die Starkstromleitungen der Landstromanlage am Cruise Center Altona für ein Stromverbindung an Bord. Durch die Stromversorgung von Schiffen während ihrer Liegezeiten im Hafen soll die Umweltbelastung durch Schiffsdiesel gesenkt werden.  (picture alliance/ dpa)

Wenn Schiffe in Häfen vor Anker gehen, stoßen ihre Dieselaggregate eine Menge Abgase aus - für Anwohner oft schwer zu ertragen. Hamburg und Schleswig-Holstein wollen jetzt, dass Schiffe während der Liegezeiten an die Steckdose müssen.

Beitrag hören

Wildtiere in jungen Wäldern"Waldumbau geht nicht ohne Gewehr in Deutschland"

Rehkitze im Wald (imago stock & people)

Mehrere Bundesländer sind wegen der verbreiteten Wildschäden in Wäldern gesetzlich aktiv geworden: Die Zahl der Rehe und Hirsche müsse zum Schutz der Bäume wirksam reduziert werden, sagen Förster. Auch das Bundesjagdgesetz soll Rotwild stärker ins Visier nehmen.

Beitrag hören

Umstrittene Abstandsregelung für Windräder "Erhebliche Einschränkung für den Windenergieausbau"

Im brandenburgischen Sieversdorf stehen viele Windräder eines Windparkes in unmittelbarer Nähe zu Einfamilienhäusern.  (dpa / picture-alliance / Patrick Pleul)

Dierk Bauknecht vom Öko-Institut in Freiburg hält den geplanten gesetzlichen Abstand zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen nicht für sinnvoll. Damit werde der für die Energiewende nötige Ausbau erschwert, sagte er im Dlf. Zudem erfordere ein großer Abstand auch mehr umstrittenen Stromnetzausbau.

Beitrag hören

Eingriffe in die NaturForscher: Gentechnik könnte Artensterben beschleunigen

Waldschutz in Zeiten des Klimawandels Hitzeschäden und abgestorbene Bäume in einem Wald Velbert-Nierenhof Nordrhein-Westfalen Deutschland Forest protection in times of climate change Heat damage and dead trees in a forest Velbert Nierenhof Nordrhein Westfalen Germany (imago images | Gottfried Czepluch)

Mit Gentechnik den Wald vor den Folgen des Klimawandels retten? Vor solchen Eingriffen in das komplexe Ökosystem Wald warnt der Gentechnik-Experte Christoph Then. Dadurch könnten sich neue Krankheiten ausbreiten - und die Bäume noch anfälliger werden, sagte er im Dlf.

Beitrag hören

Befall von AhornRußrindenpilz - schädlich für Bäume und Menschen

13.02.2019, Hessen, Offenbach/Main: Ein mit der Rußrindenkrankheit befallener Ahornbaum zeigt im Schlosspark Rumpenheim dunkle Flecken. Wegen des Pilzbefalls ist der Park derzeit für Besucher gesperrt. Rund 100 Ahornpflanzen sollen demnächst gefällt und verbrannt werden. (dpa / Arne Dedert)

Weil der Wald durch zwei heiße Sommer stark geschwächt ist, haben es Schädlinge leichter: Derzeit befällt der sogenannte Rußrindenpilz Ahornbäume in ganz Deutschland. Betroffene Bäume sterben - und auch Menschen sollten sich vor den Pilzsporen schützen.

Beitrag hören

GepäckkontrolleDas Ende der Warteschlange

Ein Mann und eine Frau laufen am Flughafen Hamburg zu ihrem Gate (Illustration, Symbolbild) (dpa Themendienst / picture alliance / Christin Klose)

Sicherheitskontrollen an Flughäfen nehmen oft viel Zeit in Anspruch. Damit könnte in naher Zukunft Schluss sein: Am Flughafen München wird derzeit ein neuartiges Sicherheitskonzept getestet, das die Kontrollen schneller und effizienter machen soll.

Beitrag hören

Fehlende Endlager für AtommüllReport warnt vor hohem Sicherheitsrisiko

Drei schwarze Atommüll-Fässer, wobei eines im Vordergrund in der Mitte scharf abgebildet ist, im Hintergrund zwei weitere Fässer unscharf. (imago stock&people / imagebroker)

Die Atomkraft gehört in vielen Ländern noch immer zum Energiemix dazu. Doch was mit dem Atommüll passiert, ist nicht geklärt – kein einziges Land betreibt bisher ein Endlager. Und die Zwischenlager würden langsam gefährlich voll, warnt ein Report der Heinrich-Böll-Stiftung.  

Beitrag hören

"Silbersee" in BitterfeldSinnbild für die Ökokatastrophe

Der sogenannte Silbersee bei Bitterfeld in den zu DDR-Zeiten belastete Abwässer, Schlämme und Abfälle aus der Filmfabrik Wolfen eingeleitet wurden. (imago images/Rainer Unkel)

Die "Silbersee" genannte Giftbrühe in Wolfen-Süd bei Bitterfeld ist eine Hinterlassenschaft der ORWO-Filmfabrik aus DDR-Zeiten. Bis heute sickern Giftstoffe daraus ins Grundwasser. Die Sanierung könnte eine Aufgabe für die Ewigkeit sein.

Beitrag hören

Alternative KraftstoffeWie die Schifffahrt sauberer werden kann

Rauchender Schornstein eines Containerschiffes in Hamburg, 2018 (imago / Christian Ohde)

Auf dem Seeweg werden rund 90 Prozent des weltweiten Warenverkehrs abgewickelt. Immer wieder steht die Schifffahrt in der Kritik, weil die Motoren der Frachter mit Schweröl betrieben werden - einem billigen, aber hochgiftigen Abfallprodukt aus Raffinerien, das viel CO2 produziert. Was sind Alternativen?

Beitrag hören

Entschädigung bei Flugausfall"Verbraucher sollten den Anspruch geltend machen"

7. November 2019 - Streik der Flugbegleiter nach Aufruf der Gewerkschaft UFO. Wartende am Flughafen am Lufthansa-Check-in. (picture alliance / dpa / Bodo Marks)

Rechtsexpertin Britta Schön rät Fluggästen, die von Flugausfällen durch Streiks betroffen sind, zuerst selbst aktiv zu werden. Wenn die Airline dann nicht zahle, könne man bei Rechtsdienstleisterportalen Hilfe holen. Die müssten zwar bezahlt werden - aber nur im Erfolgsfall.

Beitrag hören

Klimaverträglicher Flugverkehr"Luftverkehrssteuer müsste verzehnfacht werden"

Ein Flugzeug am Himmel zwischen zwei engen Altbau-Fassaden. (unsplash / Leon Skribitzki)

Eine Tonne CO2 im Luftverkehr wirkt wie drei Tonnen, sagte Martin Schmied vom Umweltbundesamt im Dlf. Um Fliegen klimaverträglicher zu machen, müssten "die Steuerbeträge, die der Luftverkehr zahlt, an die des Bahn- und Autoverkehrs" angeglichen werden.

Beitrag hören

CRISPR-CasVerpasste Chance oder Risiko?

Eine computerbasierte Darstellung der Genschere Crispr. (imago/Science Photo Library)

Für den Einsatz von herkömmlicher Gentechnik gibt es strenge Zulassungsverfahren und Regeln. Bisher werden diese auch auf das sogenannte Genome Editing-Verfahren, eine Art Gentechnik light, angewendet. Ob das angemessen ist oder nicht, ist auch unter Wissenschaftlern stark umstritten.

Beitrag hören

VerkehrswendeAn Ideen fehlt es nicht

Volocopter fliegt über den Flughafen (dpa/Andreas Meinhardt)

Die Bundesregierung will, dass mehr Menschen E-Autos fahren. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten, nachhaltige Mobilität zu fördern: einen gut ausgebauten ÖPNV zum Beispiel. Ideen gibt der Mobilitätsatlas vom Verkehrsclub Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Beitrag hören

US-Ausstieg aus Klimaabkommen"Die USA sind historisch der größte Emittent"

Demonstrierenden vor dem Weißen Haus in Washington (MAXPPP/Kyodo)

Es sei bedauerlich, dass die "letzte Schlacht der fossilen Lobby" von der US-Regierung mit solcher Konsequenz vorangetrieben werde, sagte Christoph Bals von Germanwatch im Dlf. Man brauche die USA, um die Klimaziele zu erreichen. Er hoffe, dass das Land seine Klimapolitik mit der Wahl 2020 ändern werde.

Beitrag hören

AtomkraftFranzösischer Vorzeige-Reaktor kommt nicht voran

Ein Arbeiter steht auf der Baustelle des Atomkraftwerks in Flamanville im Nordwesten Frankreichs. (AFP / Charly Triballeau)

Der sogenannte Europäische Druckwasserreaktor, kurz EPR, ein neuartiger Reaktortyp, sollte im französischen Flamanville die Zukunft der Atomkraft einleiten. Doch seit Baubeginn im Jahr 2007 sorgt das Bauwerk immer wieder durch Pannen und Mängel für Schlagzeilen.

Beitrag hören

VersandhandelVernichtung von Retouren ist oft am günstigsten

Pakete werden am 30.11.2017 auf Transportwagen durch die Halle des DHL-Paketzentrums in Rüdersdorf (Brandenburg) gefahren. Ran an die Päckchen und Pakete: Für die Mitarbeiter von Paketzentren heißt es jetzt wieder Ärmel hochkrempeln. Zum Beispiel am DHL-Standort im brandenburgischen Rüdersdorf (Märkisch-Oderland). Bis zu 400 000 Pakete können hier vor Weihnachten täglich bearbeitet werden, wie es vom Unternehmen heißt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)

Der Online-Handel boomt, auch weil die Rücksendung von Ware, die nicht passt oder nicht gefällt, für den Kunden einfach und meist kostenlos ist. Für Versand-Händler ist das Retouren-Management allerdings eine Herausforderung. Die günstigste Variante ist immer noch, Retouren zu entsorgen.

Beitrag hören

Nationalpark WattenmeerHeftige Kritik an Plänen zu stärkerer Ölförderung

Ölplattform in der Nordseeaus der Luft (dpa/ Arco Images, G. Schulz)

Seit Jahrzehnten wird mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Öl gefördert. Der Konzern Wintershall Dea will die Förderung unbedingt ausweiten und hat dafür einen neuen Antrag gestellt. Damit ist einen alter Streit wieder angeheizt.

Beitrag hören

ArtenschutzVerschwinden des Gartenschläfers macht Forscher ratlos

Ein Gartenschläfer schaut aus seiner Höhle in einem Baumstamm (dpa/Walter Tilgner)

Die Bestände des Gartenschläfers gehen drastisch zurück. Forscher können sich das Verschwinden nicht erklären - denn in einigen Regionen kommt er noch immer häufig vor, sagte Biologe Sven Büchner dem Dlf. Mit Bürgerhilfe will er das Rätsel lösen, um das Aussterben des Gartenschläfers zu verhindern.

Beitrag hören

FrankreichDer Streit um Pestizideinsatz wird heftiger

Ein Traktor spritzt in Thüringen auf einem Feld im Mai Pflanzenschutzmittel auf. (picture alliance / Klaus Nowottnick)

Als der Bürgermeister eines Dorfes in der Bretagne per Erlass eine Art Schutzzone beim Einsatz von Pflanzenschutzmittel einrichtete, sorgte dies in ganz Frankreich für Aufsehen. Dieser Schritt wurde zwar gerichtlich aufgehoben, die Debatte über den Pestizideinsatz geht aber unvermindert weiter.

Beitrag hören

Direktversicherung im AlterRentner protestieren gegen doppelte Beiträge

Ein Rentner und eine Rentnerin überquerten in Berlin-Zehlendorf eine Straße. (dpa/Wolfram Steinberg)

Millionen Menschen mit betrieblicher Altersvorsorge stehen vor einem Problem: Direktversicherte sollen von ihrer Lebensversicherung Krankenkassenbeiträge abführen, obwohl sie während ihrer Berufsjahre schon für ihr volles Gehalt Sozialabgaben gezahlt haben. Die Betroffenen sprechen von Enteignung.

Beitrag hören

Europäische ZentralbankVerbraucher profitierten von Draghis Geldpolitik

Mario Draghi hat die Augen geschlossen, im Hintergrund ist ein Eurozeichen zu sehen. (dpa/ picture-alliance/ Arne Dedert)

Die Niedrigzinspolitik des scheidenden EZB-Chefs Mario Draghis habe dafür gesorgt, dass Verbraucher günstig Immobilien finanzieren konnten, sagte Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale Bundesverband im Dlf. Um die niedrigen Zinsen zu kompensieren, versuchten Banken aber neue Gebühren zu erheben.

Beitrag hören

Radkongress in DuisburgADFC: Neuaufteilung der Straße steht noch aus

Grüner Fahrradweg auf der Holzmarkstrasse in Friedrichshain mit Absperrungen zum Autoverkehr (picture alliance/dpa/Andreas Gora)

Laut Umfragen wollen viele Deutsche häufiger mit dem Rad fahren, bewerteten aber die Infrastruktur als schlecht, sagte Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) im Dlf. Gebraucht würden mehr durchgängige Netze, Fahrradparkhäuser und breite Fahrradwege.

Beitrag hören

Mysteriöser Einzeller Der Blob - intelligent, beweglich und schleimig

Der Zoo von Paris zeigt den Einzeller Blob: ein ungewöhnliches Wesen ohne Gehirn, das trotzdem intelligent ist. (dpa/Tangi Jaillet)

Blob mag Haferflocken und Pilze: Der gelbe, schleimige Einzeller ist weder Tier noch Pflanze, dafür aber eine Attraktion im Pariser Zoo. Denn Blob kann nicht nur Rätsel lösen – er hat auch ein interessantes Fortpflanzungsverhalten.

Beitrag hören

EU-Agrarpolitik"Wichtig, nicht nur den Ökolandbau zu fördern"

Pflug pflügt Feld (picture alliance/imageBROKER/Frank Röder)

Bei der Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik gehe es darum, Tier- und Umweltschutz der konventionellen Landwirtschaft zu fördern und damit deutlich auszubauen, sagte der Agrarforscher Harald Grethe im Dlf. Denn Öko-Landwirtschaft sei immer noch eine "relativ kleine Nische".

Beitrag hören

StaudämmeFlüsse auf dem Balkan bedroht

Touristen stehen auf der Hängebrücke über den Fluss Vjosa, aufgenommen am 28.09.2009.  (dpa / Rolf Zimmermann )

Rund 2.700 große und kleine Staudämme sind auf dem Balkan für die nächsten Jahre geplant oder bereits im Bau, um die Energiegewinnung aus Wasserkraftwerken zu fördern. Nach Ansicht vieler Naturschützer und Wissenschaftler geschieht das aber nicht immer aus ökologischer Notwendigkeit.

Beitrag hören

Protest gegen ShellKonzern will alte Ölplattformen im Meer versenken

HANDOUT - An aerial photograph shows Shell's Brent Delta Platform in the Northern North Sea (undated photo). EDITORRIAL USE ONLY - MANDATORY CREDIT: «Photo: Ross Johnston ARPS/Shell» - ACHTUNG: nur zur redaktionellen Verwendung bei Nennung der Quelle: «Foto: Ross Johnston ARPS/Shell» (Zu dpa «- Brent geht zur Neige - Entsorgung wird eine Herkulesaufgabe») | (Shell)

Im Schatten des politischen Chaos in Großbritannien spielt sich noch ein anderer Alleingang des Landes ab: Die Regierung will dem Ölkonzern Shell erlauben, Plattformen in der Nordsee zu versenken. Andere Nordsee-Anrainer protestieren, denn die Risiken für die Umwelt sind unklar.

Beitrag hören

BrasilienErzbischof: Regierung treibt Verschwinden der Indigenen an

Brasilien: Indigene Frauen schreien politische Parolen bei einem Protest gegen die Umweltpolitik des rechten Präsidenten Bolsonaro und den Verlust ihrer traditionellen Siedlungsgebiete.  (dpa/  Tuane Fernandes)

Dom Roque Paloschi, Erzbischof von Porto Velho in Brasilien wirft Brasiliens Regierung den Ausverkauf des Amazonas vor. Von der Amazonassynode erhofft er sich eine Stärkung der Indigenen-Rechte. Das Mercosur-Abkommen gelte es zu überdenken, wenn es nur um die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen gehe, sagte Dom Roque im Dlf.

Beitrag hören

Reform der GrundsteuerBoden besteuern statt Spekulation fördern

In Leipzig drehen sich die Baukraene, es wird an allen Ecken gebaut. Mit Lueckenschliessungen wird unter anderem Wohnraum geschaffen. Rechts im Bild die Handwerkskammer zu Leipzig, links das Cityhochhaus. Mit Stempel Denkfabrik (dpa / Zentralbild / Volkmar Heinz )

Unbebaute und bebaute Grundstücke sollten steuerlich gleich behandelt werden, sagte NABU-Steuerfachmann Philipp Heuer im Dlf. Sonst fehle der Anreiz, brach liegende Flächen in den Städten zu bebauen. Stattdessen würden dann mehr Flächen außerhalb genutzt, die eigentlich der Natur vorbehalten seien.

Beitrag hören

EU-FangquotenHering und Dorsch sollen sich erholen

Heringsfischer im Strelasund  (www.imago-images.de/Jens Köhler)

Die EU-Fischereiminister haben die Fangquoten für Hering und Dorsch gesenkt - und zwar moderater als zunächst geplant. Dennoch sind sie aus Sicht des Deutschen Fischereiverbandes "eine Katastrophe". Umweltschützer kritisieren die Ergebnisse dagegen als nicht weitreichend genug.

Beitrag hören

VerbraucherschutzSchlichtung statt Rechtsstreit

Illustration zweier Geschäftsmänner auf einer Wippe, die versuchen sich die Hände zu schütteln (Imago)

Ob ein kaputtes Produkt oder eine zu späte Lieferung – viele Gründe können dazu führen, dass Verbraucher und Unternehmen in Streit geraten. Was viele nicht wissen: Oft lassen sich solche Konflikte auch außergerichtlich lösen. Spezielle Schlichtungsstellen helfen dabei.

Beitrag hören

CarsharingPrivate Daten wandern nach Indien

Car-Sharing-Fahrzeuge stehen am 29.02.2016 in Berlin am Straßenrand. (picture-alliance / dpa / Bernd Von Jutrczenka)

Um sich bei Carsharing-Anbietern zu registrieren, müssen Nutzer oft Selfies hochladen. Der Marktführer ShareNow lässt diese Daten dann in Indien verarbeiten - aus Kostengründen. Das Problem: Die Europäischen Datenschutzstandards greifen dort nicht.

Beitrag hören

DeichbauHochwasserschutz wird teurer

Schafe auf einem Deich bei Husum. (imago/Westend61)

Die Deiche an der norddeutschen Küste müssen höher und breiter werden, damit sie Starkregen und Hochwasser auch in Zeiten des Klimawandels standhalten. Das erfordert viel Geld und gute Planung - auch um das nötige Baumaterial zu bekommen.

Beitrag hören

Mehr anzeigen