"Wir haben an Nord- und Ostsee einige Strände, die von den Umweltämtern überwacht werden, und dementsprechend müssen die sich in der Nähe befindlichen Kläranlagen eben auch ihre Abwässer desinfizieren", erklärt Torben Blume, Wissenschaftler im Arbeitsbereich Abwasserwirtschaft der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Da das Wasser von Kläranlagen aber selten glasklar ist, behandelt es Blume mit Ultraschall vor. Dann kann die Dosis an umweltschädlichem Chlor gesenkt oder die Bestrahlzeiten mit ultraviolettem Licht verkürzt werden. Denn der Ultraschall zerreißt das Wasser und läßt mit Dampf gefüllte Hohlräume entstehen. Wenn die wieder zusammenfallen zerfetzen sie die Membranen der benachbarten Bakterien und machen den Keimen so den Garaus.
Nicht nur bei Kläranlagen macht die Beschallung Sinn, sondern auch in Schwimmbädern. Professor Uwe Neis, Leiter Abwasserwirtschaft an der TU Harburg: "Genauso mit Krankheitskeimen in Abwässern aus Krankenhäusern, ist natürlich ein interessanter Fall. Auch da muss man mit sehr viel Chemikalien arbeiten, bevor man diese Abwässer aus den Krankenhäusern überhaupt in die Kanalisation geben darf. " Die ersten Geräte gibt es zu kaufen, Pilotanlagen beweisen ihre Funktionalität und die Anwendungsbereiche werden immer mehr. Mal ist es der Pizza-Hersteller, der seine Förderbänder nicht mehr mit Chlor desinfizieren möchte. Mal soll die zerstörerische Kraft der Wellen sogar auf Chemikalien in Industrieabwässern erprobt werden.
Sogar in den Faultürmen der Kläranlagen kann man Ultraschall mit Gewinn einsetzen. Klaus Nickel von der Firma Ultrawaves: "Wir haben zusammen mit der Industrie einen Durchlaufreaktor entwickelt, das heißt er wird in die Schlammleitung eingebaut und beschallt den Schlamm, während er in den Faulturm gepumpt wird." Durch die Beschallung werden die Bakterien im Faulschlamm weitgehend zerstört, das Material wird flüssiger und dadurch für die Bakterien im Faulturm selbst als Nahrung verfügbar. Die erzeugen Biogas, das die Kläranlage als Brennstoff nutzen kann. Bis zu 30 Prozent mehr Biogas erzeugt der Faulturm, wenn der Brei vorher durch den Reaktor läuft. Die Energiemenge, die in die Ultraschallwellen gesteckt werden muss, ist geringer, als der Energiegewinn durch die höhere Gasausbeute.
[Quelle: Jo Schilling]
Nicht nur bei Kläranlagen macht die Beschallung Sinn, sondern auch in Schwimmbädern. Professor Uwe Neis, Leiter Abwasserwirtschaft an der TU Harburg: "Genauso mit Krankheitskeimen in Abwässern aus Krankenhäusern, ist natürlich ein interessanter Fall. Auch da muss man mit sehr viel Chemikalien arbeiten, bevor man diese Abwässer aus den Krankenhäusern überhaupt in die Kanalisation geben darf. " Die ersten Geräte gibt es zu kaufen, Pilotanlagen beweisen ihre Funktionalität und die Anwendungsbereiche werden immer mehr. Mal ist es der Pizza-Hersteller, der seine Förderbänder nicht mehr mit Chlor desinfizieren möchte. Mal soll die zerstörerische Kraft der Wellen sogar auf Chemikalien in Industrieabwässern erprobt werden.
Sogar in den Faultürmen der Kläranlagen kann man Ultraschall mit Gewinn einsetzen. Klaus Nickel von der Firma Ultrawaves: "Wir haben zusammen mit der Industrie einen Durchlaufreaktor entwickelt, das heißt er wird in die Schlammleitung eingebaut und beschallt den Schlamm, während er in den Faulturm gepumpt wird." Durch die Beschallung werden die Bakterien im Faulschlamm weitgehend zerstört, das Material wird flüssiger und dadurch für die Bakterien im Faulturm selbst als Nahrung verfügbar. Die erzeugen Biogas, das die Kläranlage als Brennstoff nutzen kann. Bis zu 30 Prozent mehr Biogas erzeugt der Faulturm, wenn der Brei vorher durch den Reaktor läuft. Die Energiemenge, die in die Ultraschallwellen gesteckt werden muss, ist geringer, als der Energiegewinn durch die höhere Gasausbeute.
[Quelle: Jo Schilling]