Corona-Abwasser-Monitoring
Umweltingenieurin hält Überprüfung von Klärwasser auf neue Corona-Varianten für guten Weg

Die Überprüfung von Klärwasser auf neue Corona-Varianten ist nach Einschätzung der Umweltingenieuerin Susanne Lackner ein guter Weg. Die Zahlen nachgewiesener Corona-Erreger im Abwasser stiegen auf einem niedrigen Niveau an, sagte Lackner im Dlf.

05.09.2023
    In einem Sicherheits-Labor werden Abwasserproben auf Krankheitserreger untersucht.
    Bei der Untersuchung des Abwassers zeigen die gefundenen Viren, wie verbreitet die Corona-Infektionen in einer Region sind. (picture alliance /dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Man sehe neue Varianten aber nicht die zur Zeit diskutierte Omikron-Sublinie XBB-1.5. Die Untersuchungen seien wichtig, weil sich die Menschen weniger testen würden. Derzeit würden Virologen an fünf Standorten in Großstädten Sequenzierungen erheben. Das reiche auch erst einmal aus, weil man sich nicht in einer Krisenlage befinde, betonte die Wissenschaftlerin der TU-Darmstadt. Darüber hinaus sei es, auch eine ökonomische Frage, wieviel Abwasser untersucht werde. Bis spätestens Herbst sollten 170 Kläranlagen angeschlossen werden. Dann könnten auch andere Erreger wie etwa Polio oder Tuberkulose nachgewiesen werden.
    Die Europäische Kommission hatte den angepassten Corona-Impfstoff von Biontech vergangenen Freitag zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt aktuell etwa Menschen ab 60 Jahren sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen eine Auffrischungsimpfung gegen Covid 19.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.