Kabinettsbeschluss
Umweltkriminalität soll künftig härter bestraft werden können

Gravierende Fälle von Umweltkriminalität sollen künftig härter bestraft werden können.

    Illegal entsorgte Dämmwolle und mehrere Farbdosen liegen in einem Wald nahe dem Berliner Ring im Landkreis Oder-Spree.
    Illegale Müllentsorgung (picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild / Patrick Pleul)
    Das Bundeskabinett hat dazu einen Gesetzentwurf beschlossen. Neben höheren Strafen bei schweren Fällen von Umweltkriminalität sollen auch die Strafverfolgungsbehörden mehr Befugnisse erhalten. Sie sollen erstmals auf verdeckte Ermittlungsmaßnahmen wie die Telekommunikationsüberwachung zurückgreifen können. Auch sollen die Vorschriften für Geldbußen gegen Unternehmen verschärft werden. 
    Mit dem Gesetzentwurf soll zugleich die neue EU-Richtlinie zum strafrechtlichen Schutz der Umwelt umgesetzt werden. Bundesjustizministerin Hubig (SPD) erklärte, Umweltkriminalität sei -Zitat- ein riesiges Business. Das organisierte Verbrechen verdiene Milliarden mit illegaler Entsorgung und anderen Umweltstraftaten.
    Beschlossen wurde im Kabinett heute unter anderem auch das Sparpaket zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen, der Haushaltsentwurf, eine Rentenerhöhung sowie die Einschränkungen bestimmter Mieterhöhungen.
    Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.