Luftfahrt
Umweltminister Schneider fordert Fluggesellschaften zur Nutzung klimafreundlicher Kerosin-Alternativen auf

Bundesumweltminister Schneider hat angesichts der Debatte über Lieferengpässe beim Flugbenzin Forderungen von Fluggesellschaften nach staatlicher Hilfe zurückgewiesen.

    Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, schaut in die Kamera.
    Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) (picture alliance / dpa / Elisa Schu)
    Der SPD-Politiker sagte im ARD-Fernsehen, der Staat könne nicht alle Probleme finanziell lösen. Die Unternehmen müssten vielmehr alles daran setzen, klimafreundlichere Alternativen zum Kerosin zu nutzen. Besonders bei der Lufthansa gebe es noch "viel Luft" beim Umstieg auf nachhaltigere Kraftstoffe.
    Der Grünen-Politiker Nouripour forderte in derselben Sendung die Bundesregierung zu mehr Einsatz für die Versorgungssicherheit mit Kerosin auf. Nouripour sagte, Deutschland agiere in dieser Krise zu langsam. Es brauche deutsche und europäische Initiativen sowie Gespräche mit anderen betroffenen Ländern, die zur weltweiten Versorgung mit Kerosin den Austausch suchten. Er bezog sich damit auch auf Aussagen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Die CDU-Politikerin hatte in dieser Woche bekräftigt, dass die Versorgung mit Kerosin in Deutschland gesichert sei. Zuletzt räumte sie jedoch ein, der Markt sei angespannt.
    Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.