
Schneider reagierte damit auf einen Gesetzesvorschlag von Wirtschaftsministerin Reiche. Sie will in bestimmten Fällen die Entschädigungszahlung für Betreiber von Wind- und Solaranlagen streichen. Es geht um Fälle, in denen die Anlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, weil Stromnetze überlastet sind. Schneider will sich für die Beibehaltung der Entschädigung einsetzen. Das sei ihm die Unabhängigkeit wert, sagte er. Erneuerbare Energien seien "Freiheits- und Sicherheitsenergien".
Schneider erinnerte auch daran, dass die Bundesregierung gerade erst beschlossen habe, 2.000 neue Windkraftanlagen bis 2030 zu bauen. Solche Erfolge gelängen, wenn man hartnäckig daran arbeite. Der Umweltminister hatte vor wenigen Tagen in Berlin ein neues Klimaschutzprogramm vorgestellt, das bis 2030 zusätzliche Einsparungen von 27 Millionen Tonnen CO2 bringen soll.
Heizen soll klimafreundlich und kostengünstig sein
Bei der geplanten Reform des Gebäudeenergiegesetzes will sich Schneider für eine Abkehr von Öl- und Gasheizungen einsetzen. Die Anreize für Haus- und Wohnungseigentümer müssten groß genug sein, damit sie in Wärmepumpen, also in klimafreundliche Technologien, investierten. Heizungen müssten seines Erachtens möglichst klimafreundlich sein und vor allem wenig kosten. Damit seien sie mieter- und eigentümerfreundlich. "Und das läuft über die Elektrifizierung." Fossile Brennstoffe würden in Zukunft teurer und auf lange Sicht werde der Strom günstiger. Zudem betrage die Förderung für Wärmepumpen, sozial gestaffelt, bis zu 70 Prozent. Damit könnten sich die Menschen klimafreundlich verhalten.
Elektroauto manchmal günstiger als Verbrenner
Schneider verwies auch auf die Zuschüsse und Rabatte für Elektroautos und erklärte, früher sei die Forderung nach klimafreundlichem Verhalten eher ein "Elitenprogramm" gewesen. Jetzt gebe es auch Elektroautos für einen "guten Preis", mit Zuschuss seien manche Modelle sogar günstiger als Verbrenner. "Und ganz ehrlich, sie machen auch viel mehr Spaß zu fahren", versicherte der Bundesumweltminister.
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Diese Nachricht wurde am 28.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
