Budapest
Ungarischer Staatsrundfunk stellt vorübergehend Sendebetrieb ein

In Ungarn haben das Staatsfernsehen und der Staatsrundfunk nach Angaben von Regierungschef Magyar vorübergehend ihren Sendebetrieb eingestellt.

    Ungarns neuer Regierungschef Peter Magyar steht in einer Pressekonferenz vor einer EU-Flagge.
    Ungarns Regierungschef Magyar will die Unabhängigkeit der staatlichen Medien wiederherstellen. (picture alliance / Anadolu / Salih Okuroglu)
    Magyar schrieb in einer Mitteilung von einem "historischen Tag", an dem "Propagandasendungen auf öffentlich-rechtlichen Medienplattformen" endeten. Der staatliche Fernsehsender M1 zeigt dauerhaft eine Schrifttafel. Darauf steht wörtlich: "Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Es tut uns leid, dass wir es so lange getan haben."
    Magyars Vorgänger Orbán hatte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Ungarns über 16 Jahre zu unkritischen Verlautbarungsanstalten seiner Politik umgebaut. Der neue Regierungschef Magyar kündigte an, die Unabhängigkeit der staatlichen Medien wiederherzustellen und die Pressefreiheit zu achten.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.