Razzia
Ungarn Ex-Ministerpräsident Orbán ruft zum Widerstand gegen die Regierung auf

Nach Durchsuchungen von Parteiräumen hat der ehemalige ungarische Ministerpräsident Orbán zum Widerstand aufgerufen.

    Viktor Orbán steht vor Mikrofonen und spicht.
    Viktor Orbán bei einer Pressekonferenz in Budapest (Robert Hegedus / MTI via AP / Robert Hegedus)
    Orbán warf der Regierung von Ministerpräsident Magyar "Tyrannei" vor und kündigte an, seine Fidesz-Partei werde alle friedlichen Mittel einsetzen, um dagegen vorzugehen. Bereits gestern hatte Orbán erklärt, Ungarn sei kein demokratisches Land mehr. Es war das erste Mal seit seiner Wahlniederlage im April, dass er sich politisch zu Wort meldete.
    Die Staatsanwaltschaft hatte Büros der Fidesz-Partei durchsuchen und etwa Datenträger beschlagnahmen lassen. Sie ermittelt nach eigenen Angaben wegen Veruntreuung und anderer Straftaten im Zusammenhang mit dem Nationalen Kulturfonds. Der neue Ministerpräsident Magyar hatte angekündigt, mögliche unter Orbán veruntreute Gelder zurückzuholen.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.