EU
Ungarn: Präsident soll Amt per Verfassungsänderung verlieren

Der ungarische Ministerpräsident Magyar will Staatspräsident Sulyok durch eine Verfassungsänderung aus dem Amt entfernen.

    Ungarns neuer Regierungschef Peter Magyar steht in einer Pressekonferenz vor einer EU-Flagge.
    Der ungarische Regierungschef Peter Magyar (picture alliance / Anadolu / Salih Okuroglu)
    Die nötigen Entscheidungen würden zeitnah getroffen, sagte Magyar in Budapast. Dort hatte er in Begleitung von Justizministerin Görög das Staatsoberhaupt an seinem Amtssitz aufgesucht. 
    Gestern war eine Frist abgelaufen, die Magyar für einen freiwilligen Rücktritt Sulyoks gesetzt hatte.
    Magyar ist seit dem 9. Mai im Amt. Er löste den Rechtspopulisten Orban ab. Präsident Sulyok war 2024 vom Parlament gewählt worden, als es noch von Orbans Fidesz-Partei dominiert wurde.
    Der neue Regierungschef fordert seit seinem Wahlsieg den Rücktritt des Staatsoberhaupts. Magyars Tisza-Partei hat im neuen Parlament die nötige Zweidrittelmehrheit, um Verfassungsänderungen zu beschließen.
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.