Nahost
Ungeachtet geltender Waffenruhe mit Hisbollah: Israel weitet Bodeneinsatz im Libanon aus

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ihren Bodeneinsatz im Libanon ausgeweitet - trotz der weiter geltenden Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz.

    Rauchschwaden eines israelischen Luftangriffs im Süden des Libanon.
    Nach israelischem Luftangriff im Süden des Libanon (Archivbild vom 16. Mai 2026). (dpa / Stringer)
    Ein Sprecher der Armee sagte, man operiere gezielt jenseits der sogenannten "gelben Linie" im Süden des Libanons. Die "gelbe Linie" bezeichnet eine von Israel festgelegte Pufferzone entlang der Grenze zu Israel. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu erklärte, Ziel der neuen Offensive sei es, "strategische Gebiete" unter die eigene Kontrolle zu bringen. Das Militär geht nach Informationen israelischer Medien dabei gezielt gegen die von der Hisbollah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vor. Die vom Iran unterstützte Miliz solle damit weiter zurückgedrängt werden, hieß es.
    Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit dem 17. April eigentlich eine Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wird.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.