Flüchtlinge
UNHCR Deutschland warnt vor Folgen ungleicher Finanzierung humanitärer Krisen wegen Ukraine-Krieg

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk hat angesichts des Ukraine-Kriegs erneut eine ungleiche Finanzierung von humanitären Krisen problematisiert.

    Das Logo des UNHCR ist auf einem Wimpel zu sehen.
    "Europa ist aber von einem Krisengürtel umgeben. Das wird oft vergessen. Die Sahelzone, der Sudan, der Mittlere Osten und eben die Ukraine." (IMAGO/NurPhoto/IMAGO/Jakub Porzycki)
    Die Hilfe für die Ukraine sei wichtig, sagte die Deutschlandchefin des UNHCR, Thote, dem Nachrichtenportal T-online. Es handele sich allerdings um die weltweit noch am besten finanzierte humanitäre Operation. Europa sei jedoch von einem Krisengürtel umgeben, was oft vergessen werde: die Sahelzone, der Mittlere Osten und die Ukraine. Überall gebe es Vertreibung. Mit rund zwölf Millionen Vertriebenen sei indes der Sudan die größte Vertreibungskrise der Welt. Thote forderte, den Sicherheitsbegriff deshalb zu erweitern. Nachbarschaft greife nicht mehr nur für das unmittelbare Umfeld. Die Distanzen nach Europa seien letztlich nicht so groß, wie sie zunächst erschienen.
    Diese Nachricht wurde am 22.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.