
Wie das Hilfswerk "UNICEF Argentina" mitteilte, ist die Kinderarmut in dem südamerikanischen Land im zweiten Halbjahr 2025 auf 42,3 Prozent gesunken, den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Demnach lebten Ende vergangenen Jahres 5,1 Millionen Kinder und Jugendliche in armen Haushalten, das waren rund 1,3 Millionen weniger als im Vorjahr. Die soziale Lage sei jedoch nach wie vor fragil und für das erste Halbjahr 2026 müsse wieder mit einem leichten Anstieg der Kinderarmut gerechnet werden, warnte das Hilfswerk.
In den vergangenen beiden Jahren hatten auch die Katholische Universität (UCA) und das staatliche Statistikamt INDEC einen Rückgang der Armutsrate registriert. Soziale Organisationen, aber auch die katholische Kirche werfen der libertären Regierung von Präsident Javier Milei vor, zu wenig für die einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung zu tun. Milei argumentiert, die Armut über Wirtschaftswachstum bekämpfen zu wollen.
Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
