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Kriege und Konflikte
Unicef: Mehr als 120.000 Kinder seit 2005 getötet oder schwer verletzt

Seit 2005 sind mehr als 120.000 Kinder in bewaffneten Konflikten oder Kriegen schwer verletzt oder getötet worden. Das Kinderhilfswerk Unicef hat aktuelle Zahlen veröffentlicht anlässlich einer internationalen Konferenz zum Schutz von Kindern in Kriegen, die heute in Oslo beginnt.

08.06.2023
    Das ermattete Kind ist mit einer orangefarbenen Decke bedeckt, aus seiner Nase läuft ein Schlauch. Die Mutter mit schwarzem Kopftuch hält dem Kind die Stirn.
    Sie werden bei Anschlägen, Schusswechseln oder durch Bomben verletzt oder verstümmelt: Auch Kinder sind Leidtragende von kriegerischen Auseinandersetzungen. (FAROOQ NAEEM / AFP      )
    Die Welt müsse mehr tun, um Kinder in Kriegen besser zu beschützen, verlangte Unicef-Chefin Russell in einer Stellungnahme. Mehr als 100.000 Kinder seien in diesem Zeitraum zudem von Streitkräften oder bewaffneten Gruppen rekrutiert oder eingesetzt worden, um selbst zu kämpfen. Die Zahl der Kinder, die vertrieben oder von ihren Eltern oder Bezugspersonen getrennt worden seien, gehe in die Millionen.
    Über 30.000 Kinder seien darüber hinaus im Zusammenhang mit Kriegen und Konflikten entführt worden, tausende weitere hätten sexualisierte Gewalt erlitten. Die Daten stammen laut Unicef von mehr als 30 Konflikten in Afrika, Asien und Lateinamerika. Da dies nur die erfassten Fälle von Missbrauch und Gewalt gegen Kinder seien, dürfte die tatsächliche Zahl weitaus höher liegen.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.