Großbank
Unicredit legt Angebot für Commerzbank-Anteile vor - Bundesregierung: Lehnen "feindlicher Übernahme einer systemrelevanten Bank ab"

Die Bundesregierung hat mit Skepsis auf das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank reagiert.

    Das Logo des Commerzbank ist an einer Filiale in Sichtweite der Zentrale des Geldinstituts angebracht.
    Die Commerzbank ist die zweitgrößte Privatbank in Deutschland. (dpa / Frank Rumpenhorst)
    Die feindliche Übernahme einer systemrelevanten Bank lehne man ab, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin mit. Der Bund unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank. Auch die Gewerkschaft Verdi erklärte, sie sei gegen eine Übernahme. Verdi warnte vor einem möglichen Stellenabbau in großem Stil. Die Commerzbank kritisierte, es handle sich um eine unabgestimmte Offerte von Unicredit. Es gebe keine Basis für Verhandlungen. Unicredit-Vorstand Orcel forderte die Commerzbank zu einem konstruktiven Dialog auf.
    Unicredit hat nach eigenen Angaben ein offizielles Übernahmeangebot für die zweitgrößte deutsche Privatbank vorgelegt. Das Angebot diene dazu, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Hürde ​zu überwinden.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.