
Unicredit ist bereits mit 29,9 Prozent größter Anteilseigner bei der Commerzbank. Das Management der zweitgrößten deutschen Privatbank wehrt sich gegen eine Übernahme. Beim Bund, dem zweitgrößten Commerzbank-Aktionär, stößt das Vorhaben ebenfalls auf Ablehnung. Unicredit-Chef Orcel sagte in einer Telefonkonferenz, die Botschaft an die Commerzbank heute sei, dass es jetzt an der Zeit sei, zu sprechen. Offiziell soll das Angebot im Mai vorgelegt werden mit einer Annahmefrist von vier Wochen.
Ministerpräsident Rhein: Interessen der Mitarbeiter und Kunden der Commerzbank berücksichtigen
Hessens Ministerpräsident Rhein erklärte, die Übernahmepläne dürften nicht zulasten des Finanzplatzes Frankfurt gehen. In allen Gesprächen müssten die Interessen der Mitarbeiter und Kunden der Commerzbank angemessen berücksichtigt werden. Der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Wambach, riet der Politik dazu, die Übernahme nicht zu behindern. In diesen geopolitischen Zeiten sei Europas Binnenmarkt das Pfund, mit dem die EU wuchern könne. Es sollte im Interesse der nationalen Regierungen sein, sich für eine stärkere wirtschaftliche Integration einzusetzen.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
