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StartseiteSport am WochenendeDas neue Erstliga-Derby in der Hauptstadt 02.11.2019

Union Berlin vs. Hertha BSCDas neue Erstliga-Derby in der Hauptstadt

Die Rivalität zwischen Union Berlin und Hertha BSC sei noch nicht besonders ausgeprägt, sagte Dlf-Kultur-Sportredakteur Thomas Wheeler. Denn bislang gab es erst vier Aufeinandertreffen - in der zweiten Liga. Es sei abzuwarten, ob Union in der Bundesliga einen Teil seines Kultstatus einbüßt.

Thomas Wheeler im Gespräch mit Maximilian Rieger

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Hertha BSC spielt am 11.02.2013 im Berliner Olympiastadion gegen den 1. FC Union Berlin (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)
Zuletzt trafen Hertha BSC und Union Berlin 2013 in der 2. Liga aufeinander. (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)
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"Das Spiel war kein Stadtgespräch in der Woche", sagte Dlf-Kultur Sportredakteur Thomas Wheeler. Die Rivalität zwischen beiden Klubs sei einfach noch nicht sonderlich ausgeprägt, da es bisher nur vier direkte Aufeinandertreffen in der zweiten Liga gegeben hat. 

Die beiden Mannschaftskapitäne geben sich vor Beginn des innerstädtischen "Fußball-Gipfels" zwischen Hertha BSC und Union Berlin am 27.01.1990 im Olympiastadion in Berlin die Hand. (picture-alliance / Thomas Wattenberg) (picture-alliance / Thomas Wattenberg)Freundschaftsspiel nach dem Mauerfall - Als sich Hertha und Union noch lieb hatten
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Kampf der Gegensätze

Union sei groß geworden als "Klub der Schlosserjungs", erklärte Thomas Wheeler in der Sendung "Sport am Samstag". Der Name rühre daher, dass sich am Anfang des 20. Jahrhunderts viele Schlossereien und die Elektroindustrie in Köpenick, dem Heimatbezirk von Union Berlin, angesiedelt hatten. Dies spiegele sich auch heute noch in der bundesweit bekannten Vereinshymne "Eisern Union" von Nina Hagen wider. Union Berlin betone auch heute noch oft seine Vergangenheit und Herkunft aus dem Osten der Stadt und aus Köpenick. 

Im Gegenzug dazu habe Hertha seine Angänger überall in der Stadt, so Wheeler, da man nicht auf einen Bezirk oder Teil der Stadt festgelegt sei. Man konkurriere aber mit vielen anderen Klubs, deren Fans im Zuge der Wiedervereinigung ebenfalls nach Berlin gezogen seien. So gebe es in Berlin etwa Fankneipen von Borussia Mönchengladbach oder Eintracht Frankfurt und Hertha müsse versuchen, sich in dieser großen Gemengelage zu behaupten, sagte Wheeler. 

Union habe hingegen auch Fans in Skandinavien und Großbritannien, diese Bewegung habe in den 2010er Jahren eingesetzt, berichtete Wheeler. Es bleibe aber abzuwarten, ob Union in der durchkommerzialisierten ersten Liga einen Teil seines Vereinkults einbüßen werde. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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