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Union Europäisch-Türkischer DemokratenCelik: In der Türkei gibt es Journalisten, die Terror ausüben

Süleyman Celik von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) zeigt sich über die Freilassung von Deniz Yücel erleichtert. Er warb um Verständnis, dass der Fall des Journalisten nicht schneller von der Justiz bearbeitet werden konnte. Denn die Türkei befinde sich seit Monaten im Ausnahmezustand, sagte Celik im Dlf.

Süleyman Celik im Gespräch mit Martin Zagatta | 17.02.2018

Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis.
Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis (Can Erok/DHA-Depo Photos/dpa)
"Journalismus ist kein Verbrechen", sagte Celik, dessen Organisation UETD der türkischen Regierungspartei AKP nahesteht. Aber in der Türkei gebe es Journalisten, die als solche bezeichnet würden, aber Terror ausübten.
Fast 40 Jahre lang habe die Gülen-Bewegung, die Celik mit Terror in Verbindung setzte, in der Türkei gearbeitet. "Da haben sie einen Parallelstaat gebildet." Die seien so seriös gewesen, dass man nicht erwartet hatte, dass sie eine Parallelstaat bilden würden. "Und haben zusätzlich noch versucht, die durch das Volk gewählte Regierung zu putschen, am 16. Juli 2016. Und deshalb ist die Türkei seit diesem Tag in einem Ausnahmezustand." Deswegen könnten die demokratischen Instrumente nicht zu 100 Prozent funktionieren, so Celik.
"Eine instabile Türkei ist auch nicht gut für Europa", so Celik. Zudem betonte er, dass die Deutschland und die Türkei sei über 100 Jahren befreundet seien und durch sehr viele gemeinsame Interessen miteinander verbunden sei. Die Türkei sei bestrebt, die Beziehungen mit Deutschland und Europa zu verbessern, sagte Celik.