Der jüngsten ARD-Hochrechnung zufolge wurde die Union trotz ihres historisch zweitschlechtesten Ergebnisses stärkste Kraft mit 28,5 Prozent. Die AfD verdoppelte ihren Stimmenanteil auf 20,7 Prozent. Die SPD erzielte mit 16,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit mehr als 100 Jahren. Die Grünen werden bei 11,7 Prozent gesehen. Die Linke bei 8,7 und das BSW knapp unter der 5-Prozent-Hürde. Die FDP scheidet mit 4,4 Prozent aus dem Parlament aus.
Der gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Merz, kündigte an, bis Ostern die Regierungsbildung abzuschließen. AfD-Spitzenkandidatin Weidel bot der Union eine Zusammenarbeit an. Ihre Partei erreichte in allen ostdeutschen Bundesländern die meisten Stimmen.
SPD-Spitzenkandidat Scholz räumte die Niederlage seiner Partei ein. Er werde an der bevorstehenden Regierungsbildung selbst nicht mitwirken. Die SPD-Vorsitzenden Klingbeil und Esken sprachen sich für personelle Konsequenzen und einen Generationenwechsel in ihrer Partei aus.
Grünen-Kanzlerkandidat Habeck zeigte sich offen für eine Koalition von Union, SPD und Grünen. Die Linken-Spitzenkandidatin Reichinnek sagte im Deutschlandfunk, man sei zur Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien bereit.
Der FDP-Vorsitzende Lindner erklärte seinen Rückzug aus der Politik. Die BSW-Vorsitzende Mohamed Ali kündigte das Fortbestehen ihrer Partei an, auch wenn diese den Einzug ins Parlament verpasse.
Diese Nachricht wurde am 24.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
