Rücktrittsforderungen an Weimer
Union kritisiert Debatte über Buchhandlungspreis als irrtierend

Die Union hat die Debatte über den Buchhandlungspreis als irritierend bezeichnet.

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) steht auf einer Bühne hinter zwei Mikrofonen.
    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) (picture alliance / dpa / Georg Wendt)
    Die Sprecherin der Bundestagsfraktion für Kultur und Medien, Klein, betonte, selbstverständlich würden Verfassungsfeinde nicht mit Steuergeldern gefördert oder ausgezeichnet. Eine wehrhafte Demokratie stelle sich klar gegen jede Form des Extremismus. Wenn verfassungsfeindliche Institutionen keine steuerfinanzierten Preise bekämen, sei das nicht das Ende der Kunstfreiheit.
    Zuletzt hatte es Rücktrittsforderungen an Kulturstaatsminister Weimer gegeben. Die Bundesregierung wies diese zurück. Weimer nehme seine Aufgabe mit der vollen Unterstützung des Kabinetts wahr, sagte ein Sprecher. Weimer hatte drei linke Buchläden von der Nominiertenliste streichen lassen. Wegen angekündigter Proteste sagte er die öffentliche Preisverleihung ab. Kritiker werfen ihm unzulässige Eingriffe in die Freiheit von Kunst und Kultur vor. Zuletzt hatte es Rücktrittsforderungen an Weimer wegen des Vorwurfs einer unzulässigen Vermischung seiner Rolle als Verleger und seiner Funktion als Kulturstaatsminister gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.